Benzinpreise schlagen wieder die Abwärtsbewegung ein

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise haben sich im Juli unterschiedlich entwickelt. Während die Durchschnittspreise für Diesel im Juli bisher leicht gestiegen sind, gingen die Benzinpreise im Mittel leicht zurück. Insgesamt kann jedoch festgehalten werden, dass sich die Spritpreise zur aktuellen Sommerferien-Reisezeit auf einem günstigen Preislevel befinden, was wir der aktuellen Überversorgung am Weltölmarkt und vor allem dem stetig wachsenden US-Ölmarkt verdanken.

Zum Start dieser Woche konnte die magische Preisgrenze in Höhe von einem €uro pro Liter Diesel an den knapp 70 günstigsten Tankstellen in Deutschland wieder unterboten werden. Benzin (Super E5) konnte gestern an rund 200 Tankstellen für 1,229 €uro/Liter getankt werden. An den teuersten Tankstellen lagen die Preise für Diesel bei 1,319 €uro/Liter und die teuersten Benzinpreise bei 1,549 €uro/Liter.

Dass die Kraftstoffpreise zurzeit insgesamt sehr günstig sind, bedeutet jedoch nicht, dass man automatisch immer günstig tankt. Um dies sicherzustellen muss man darauf achten wann man tankt und welche Tankstelle man ansteuert. Wer zurzeit eine längere Strecke mit dem Auto zurücklegen möchte, der sollte zudem unbedingt einmal überprüfen wie viel günstiger Tankstellen sind, die nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt liegen.

Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,121 €uro je Liter
- Super: 1,342 €uro je Liter
- E10: 1,321 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,319 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,549 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,529 €/l (+ 32 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Zum Start der neuen Woche waren die Ölpreise zunächst weiter gefallen um dann im gestrigen Handelsverlauf leicht ins Plus zu drehen. Insgesamt verzeichnete die Nordsee-Ölsorte BRENT im Vergleich zum Ende der Vorwoche dennoch ein Minus in Höhe von 0,4 $/b und wurde am Dienstagmorgen bei 47,2 Dollar/Barrel gehandelt. Die Notierung der US-Ölsorte WTI nahm den gleichen Verlauf und stand am Dienstagmorgen mit 44,7 $/b rund 0,3 Dollar/Barrel schwächer da als am Freitag.

Das Geschehen am Ölmarkt wird weiterhin durch das Überangebot an Rohöl und Gewinnmitnahmen der Händler bestimmt. Sogar der deutliche Rückgang der US-Öllagerbestände um insgesamt 11,9 Mio. Barrel konnte den Ölpreisen in der vergangenen Woche keinen nachhaltigen Auftrieb geben. Allerdings ist ein Teil dieses Rückgangs auf wetterbedingte und somit nur zeitweise Produktionsausfälle im ölreichen Golf von Mexiko zurückzuführen. Zudem war auch die Ölproduktion in den USA wieder spürbar angestiegen, so dass die Datenlage vom US-Ölmarkt nicht komplett bärisch ausfiel.

Da der vorherige Ölpreis-Anstieg um rund zehn Prozent nicht auf einer Veränderung der Marktsituation sondern auf Spekulationen beruhte, nehmen derzeit viele Händler ihre Gewinne der letzten Wochen mit. Die Fundamentaldaten zeigen derweil unverändert einen überversorgten Ölmarkt und viele Marktbeobachter bezweifeln weiterhin, dass die OPEC diese Überversorgung beenden kann oder aufgrund der damit verbundenen Konsequenzen beenden will.

Allerdings scheint das Ölkartell nun aktiv zu werden, was die zuletzt gestiegene OPEC-Ölförderung anbelangt. Laut Medienberichten sollen die beiden OPEC-Mitglieder Libyen und Nigeria, die ihre Ölförderung zuletzt deutlich gesteigert hatten, weil sie vom Beschluss der Förderreduzierung ausgeschlossen waren, ihre Ölförderung nun auf dem derzeitigen Level halten. Bereits im vergangenen Jahr wurde abgesprochen, dass die beiden afrikanischen Länder ihre Ölförderung nur in einem gewissen Maß anheben dürfen, bevor auch für diese eine Förderobergrenze gelten soll. Noch in diesem Monat finden daher entsprechende Gespräche statt.

Der €uro hält sich gegen die Ölwährung US-Dollar weiterhin recht stabil bei 1,14 Dollar/€uro. Da die Ölpreise zuletzt wieder nachgegeben haben, fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise in den kommenden Tagen daher leicht preisdrückend aus, so dass sich Autofahrer auf tendenziell fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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