Benzinpreise rauf, Dieselpreise runter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende haben sich die Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen unterschiedlich entwickelt. Während die Benzinpreise in den letzten Tagen um knapp 0,5 Cent/Liter gestiegen sind, war bei den Dieselpreisen ein Rückgang um knapp 1,3 Cent/Liter zu verzeichnen. Diesel konnte daher am gestrigen Sonntag an den 150 günstigsten Tankstellen für nur 94,9 Cent/Liter getankt werden. Damit haben die Dieselpreise erneut ein Rekordtief seit Beginn der Datenerhebung markiert. Entsprechend der unterschiedlichen Spritpreisentwicklung hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER erhöht und liegt aktuell bei rund 24 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,070 €uro je Liter
- Super: 1,309 €uro je Liter
- E10: 1,291 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,949 €/l zu 1,259 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,489 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,469 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Talfahrt der Ölpreise setzt sich auch in der neuen Handelswoche weiter fort. Nachdem am Freitag bereits neue mehrjährige Tiefstände erreicht wurden, gaben die Ölnotierungen auch am heutigen Montagmorgen weiter nach. Besonders die europäische Leitsorte BRENT ging mit 1,9 $/b nochmal kräftig zurück und stand am Montagmorgen mit 37,7 Dollar/Barrel auf dem tiefsten Stand seit Ende 2008. Auch wenn viele Händler händeringend nach preistreibenden Impulsen suchen, bleibt die Nachrichtenlage weiterhin bärisch und an der Lage des Weltölmarktes ändert sich nichts. Als Folge des Kampfes um Marktanteile auf dem Ölmarkt und der sich schwach entwickelnden globalen Konjunktur, bleibt das Angebot weiterhin deutlich über der Nachfrage.

Am Devisenmarkt rückt die wohl nahende Leitzinsanhebung in den USA in den Fokus. Noch halten sich die Händler zurück, denn erst am Mittwoch steht die offizielle Entscheidung der FED an. Danach ist es jedoch wahrscheinlich, dass Kapital in die USA fließen die Öl-Währung Dollar nach oben gehandelt wird. Wie stark diese Entwicklung sein wird, ist allerdings offen, da die FED vermutlich nur kleinere Schritte gehen wird um die Märkte nicht zu überfordern und Aktien als Geldanlage weiterhin attraktiv zu machen. Daher könnte am Mittwoch vorerst nur eine kleine Zinsanhebung beschlossen werden. Bedingt durch die erneut massiv gefallenen Ölpreisen fallen die Vorgaben für den Kraftstoffmarkt wieder sehr verbraucherfreundlich aus. Daher können sich Autofahrer zum Wochenstart wohl auf neue Tiefststände bei den Dieselpreisen und bei den Benzinpreise zumindest auf einen Rückgang an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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