Benzinpreise legten im Wochenverlauf zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Erwartungsgemäß haben die Spritpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende zugelegt und werden wohl auch im Wochenverlauf weiter steigen. Insgesamt kletterten die durchschnittlichen Dieselpreise seit dem vergangenen Donnerstag um rund 0,8 Cent/Liter und die Benzinpreise legten im Mittel um gut 1,1 Cent/Liter zu.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist wieder auf bis zu 35 Cent/Liter gestiegen, nachdem er zuvor auf den niedrigsten Stand seit über einem halben Jahr gesunken war. Die günstigsten Angebote für Benzin standen gestern, wie bereits im gesamten Jahr 2017, bei 1,229 €uro/Liter. Diesel konnte an den günstigsten Tankstellen für 1,039 €uro/Liter getankt werden.

Autofahrer sollten in den kommenden Tagen mit weiter anziehenden Preisen an den Zapfsäulen rechnen. Allerdings werden nicht alle Tankstellen ihre Preise gleich stark anheben. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,153 €uro je Liter
- Super: 1,376 €uro je Liter
- E10: 1,356 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,039 €/l zu 1,369 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,579 €/l (+ 35 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,559 €/l (+ 35 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Stimmung am Ölmarkt hat gedreht. Nachdem die Ölpreise zunächst von Mitte April bis in die erste Mai-Woche hinein kräftig gefallen waren, haben sie in den letzten elf Tagen um rund neun Prozent zugelegt. Auch zum Start der neuen Woche kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT um 1,3 $/b und wurde am Dienstagnachmittag bei 52,2 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI legte zwischen Freitagmorgen und Dienstagnachmittag um weitere 1,2 $/b zu und notierte dementsprechend bei 49,2 Dollar/Barrel.

Am Montag gaben der saudische und der russische Ölminister auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking bekannt, dass man darin übereinstimmt die zunächst bis Ende Juni laufende Förderkürzung bis zum Ende des ersten Quartals 2018 zu verlängern. Damit legen die beiden größten Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC vor und machen somit den Weg für einen Verlängerungs-Beschluss  auf dem am 25. Mai stattfindenden OPEC-Meeting frei. Denn sollten Saudi-Arabien und Russland keine Forderungen an die anderen beteiligten Mitgliedsländer stellen, dann ist deren Zustimmung nur noch Formsache.

Durch diesen Schritt wird die OPEC die Ölpreise wohl nach oben drücken können, auf der anderen Seite wird die Marktmacht des Ölkartells aber geringer werden. So rechnet die OPEC laut ihrem jüngsten Monatsreport damit, dass die Ölförderung in Nicht-OPEC-Ländern im laufenden Jahr um knapp 1,0 Mio. Barrel pro Tag anwachsen wird, was 0,4 Mio. Barrel mehr ist als das Ölkartell bisher prognostiziert hatte. Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist bei der wachsenden Schieferöl-Förderung der USA zu finden.

Trotz der zurzeit wachsenden US-Ölförderung, die sich aktuelle auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015 befindet, waren die amerikanischen Öllager aber zuletzt gesunken, was als Zeichen dafür interpretiert werde kann, dass die OPEC-Förderkürzung mit deutlicher Verzögerung nun doch Wirkung zeigt. Der Wille, die US-Ölförderung in die Schranken zu weisen und den Ölpreisen trotz steigender US-Ölfördermengen wieder Auftrieb zu geben, scheint zurzeit auch zum Schulterschluss zwischen OPEC und Russland zu führen.

Neben den Entwicklungen am Ölmarkt, spricht auch das sonstige Marktumfeld zurzeit für anziehende Ölpreise. Die Ölwährung Dollar hat zuletzt nachgegeben, was die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums belebt und die Stimmung an den Börsen ist gut, was die Bereitschaft zu risikofreudigeren Anlagen, wie den Ölpreis erhöht. Insgesamt sollten sich Autofahrer daher in den kommenden Tagen auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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