Benzinpreise legten im Wochenverlauf spürbar zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In den vergangenen zehn Tagen ist an den deutschen Tankstellen ein Aufwärtstrend der Kraftstoffpreise feststellbar. Auch im Verlauf dieser Woche kletterten die Diesel- und Benzinpreise zwischen Dienstag und Donnerstag um 1,3 bzw. 1,2 Cent/Liter. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER bleibt somit weiterhin bei knapp 20 Cent je Liter.

Auch der Unterschied zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen hält sich recht stabil bei rund 30 Cent/Liter. Im Vergleich zu Anfang Oktober, als der Preisspread zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen eines Tages noch bei bis zu 43 Cent/Liter lag, haben sich vor allem die teuersten Preise an den Tankstellen massiv nach unten bewegt während die günstigsten Preise relativ konstant geblieben sind. So konnte gestern genauso wie vor einem Monat zwischen 18.00 und 20.00 Uhr an den günstigsten deutschen Tankstellen Diesel für 1,019 €/Liter getankt werden.

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale und sinnvolle Unterstützung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,157 €uro je Liter
- Super: 1,355 €uro je Liter
- E10: 1,337 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,329 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,529 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,509 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am Rohölmarkt kam es in den vergangenen Tagen zu einer kräftigen Gegenbewegung als Reaktion auf den vorherigen sprunghaften Anstieg der Rohölpreise. So setzten am Mittwoch bereits Gewinnmitnahmen ein und es kam zu dem erwarteten Rückgang der Ölpreise. Insgesamt gab die europäische Rohölleitsorte BRENT in den letzten zwei Tagen um knapp 2,1 $/b nach, so dass BRENT am Freitagmorgen wieder bei 48,7 Dollar/Barrel gehandelt wurde.

Besonders als das US-Energieministerium DOE den sechsten Aufbau der US-Rohöllager in Folge und damit den höchsten Stand seit 80 Jahren verkündete, gerieten die Ölnotierungen deutlich unter Druck. Trotz einer gestiegenen Raffinerien-Auslastung in den USA auf rund 15,6 Mio. Barrel Rohöl pro Tag bzw. knapp 89 Prozent, war bei den Lagern der Ölprodukte (Benzin, Diesel und Heizöl) ein Abbau von insgesamt 4,6 Mio. Barrel zu verzeichnen. Aufgrund des weiterhin über der Nachfrage liegenden Ölangebotes und der schwächelnden Weltkonjunktur wird die Stimmung am Ölmarkt wohl weiterhin gedrückt bleiben.

Zudem belastet der aktuell feste US-Dollar die Ölpreise. So fiel der €uro am Devisenmarkt gestern auf ein 3-Monatstief gegenüber der Ölwährung Dollar als FED-Chefin Yellen mitteilte, dass die jüngsten US-Konjunkturdaten, und insbesondere die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, für eine Leitzinserhöhung in diesem Jahr sprechen würden. Auch wenn der schwache €uro die Vorgaben für den Kraftstoffmarkt verschlechtert, so sorgen die nachgebenden Rohölpreise für preismindernde Impulse. Daher sollten sich Autofahrer am Wochenende auf stabile bis leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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