Benzinpreise legten im Wochenverlauf leicht zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Wochenverlauf wieder leicht gestiegen. Dabei fiel der Anstieg der Benzinpreise mit gut 0,4 ct/l deutlicher aus als der Diesel-Preisanstieg in Höhe von gut 0,1 Cent/Liter. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf aktuell knapp 20,5 Cent/Liter vergrößert. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit rund 30 Cent/Liter weiterhin stabil.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,163 €uro je Liter
- Super: 1,364 €uro je Liter
- E10: 1,347 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,339 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,539 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,229 €/l zu 1,519 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben in den vergangenen zwei Tagen deutlich nachgegeben und sind gestern auf den tiefsten Stand seit Ende August gefallen. Insgesamt brach die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT zwischen Mittwoch- und Freitag um 3,2 $/b ein und stand somit am heutigen Freitagmorgen bei 44,1 Dollar/Barrel. Hauptgrund für den seit November laufenden Abwärtstrend der Rohölpreise ist, dass auch in naher Zukunft nicht mit einem Ende der Überversorgung des Weltölmarktes gerechnet werden kann.

So will die OPEC nun auch offizielle ihre Förderquote auf 31 Mio. Barrel pro Tag anheben, was jedoch nur eine förmliche Anpassung an die Realität ist, denn die Förderung der OPEC-Mitglieder liegt bereits seit Monaten über der angepeilten Quote von 30 Mio. Barrel. Gestern bestätigte das US-Energieministerium (DOE) den siebten Anstieg der Rohöllager in Folge. So kletterten die amerikanischen Rohöllager um weitere 4,2 Mio. Barrel. Zwar gingen die Bestände der Ölprodukte um 1,7 Mio. Barrel zurück, dennoch war in Summe ein erneuter Anstieg der US-Öllager von rund 2,5 Mio. Barrel zu verzeichnen war.

Am Devisenmarkt verzeichnete der €uro gestern eine kräftiges Ab und Auf. Nachdem EZB-Präsident Draghi zunächst bestätigte, dass er alle verfügbaren Instrumente nutzen werde, um die Inflationsrate nicht weiter absinken zu lassen und ein Mitglied der US-Notenbank verkündete, dass es keinen Grund mehr für die niedrigen Leitzinsen in den USA gäbe, da die vorgegeben Ziele der FED nun erreicht seien, fiel der €uro unter 1,07 Dollar zurück. Etwas überraschend gab der Dollar im späten US-Handel jedoch wieder kräftig nach, so dass der €uro im Zuge dieser Erholung sogar über die Marke von 1,08 Dollar sprang. Heute Morgen war die Gemeinschaftswährung somit leicht im Plus.

Langfristig sollte man sich aber eher auf einen weiteren Rückgang des €uro gegen den Dollar einstellen. Für den heutigen Tag wirkten sich die Währungsgewinne jedoch positiv aus und gepaart mit den massiv eingebrochenen Rohölpreisen ergeben sich für das Wochenende sehr verbraucherfreundliche Vorgaben für die Spritpreise. Autofahrer können sich daher am Wochenende wohl auf sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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