Benzinpreise legten am Wochenende zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die durchschnittliche Diesel- und Benzinpreise sind am Wochende jeweils um rund 0,8 Cent/Liter gestiegen. Dennoch kann insgesamt weiter festgehalten werden, dass sich die Spritpreise zur aktuellen Sommerferien-Reisezeit auf einem günstigen Preislevel befinden. So konnte zum Start dieser Woche an den günstigsten Tankstellen Diesel für 1,009 €uro pro Liter und Benzin (Super E5) für 1,229 €uro/Liter getankt werden. An den teuersten Tankstellen lagen die Preise für Diesel bei 1,329 €uro/Liter und die teuersten Benzinpreise bei 1,549 €uro/Liter.

Dass die Kraftstoffpreise zurzeit insgesamt sehr günstig sind, bedeutet jedoch nicht, dass man automatisch immer günstig tankt. Um dies sicherzustellen muss man darauf achten wann man tankt und welche Tankstelle man ansteuert. Wer zurzeit eine längere Strecke mit dem Auto zurücklegen möchte, der sollte zudem unbedingt einmal überprüfen wie viel günstiger Tankstellen sind, die nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt liegen.

Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,129 €uro je Liter
- Super: 1,349 €uro je Liter
- E10: 1,329 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,329 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,549 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,529 €/l (+ 32 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise zum Ende der vergangene Woche zugelegt hatten, gaben sie zum Start der neuen Woche erstmal wieder nach. Trotz der spürbaren Preisschwankungen, kann man bei den Ölpreisen im Juli insgesamt von einer recht volatilen Seitwärtsbewegung sprechen. So notierten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI am heutigen Dienstagmorgen mit 48,4 bzw. 46 Dollar/Barrel in etwa auf dem Preisniveau wie am Mittwoch und Freitag der vergangenen Woche.

Der vergangene Woche veröffentlichte Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) sorgt weiterhin dafür, dass die Ölpreise unter Druck gehalten werden. So geht die IEA davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage auf dem Weltölmarkt noch über einen längeren Zeitraum nicht ausgleichen werden. Vor allem das im Juni wieder stark angestiegene Angebot und das prognostizierte Wachstum der Ölförderung bis 2018, haben die IEA zu dieser Einschätzung der Lage bewegt. Auch die OPEC geht in ihrem letzten Bericht davon aus, dass die Ölförderung des Kartells, trotz der selbst auferlegten Förderreduzierung, weiterhin über der Nachfrage nach OPEC-Rohöl liegt.

Obwohl die Fundamentaldaten und jüngsten Berichte der IEA und der OPEC das Bild eines weiterhin überversorgten Weltölmarktes zeichnen, halten sich die Ölpreise recht stabil oder schlagen zumindest nicht die Abwärtsbewegung ein. Begründet wird dies zum einen mit dem schwachen US-Dollar, der dazu führt, dass Öl in anderen Währungsräumen günstiger wird und somit die Nachfrage steigt. Außerdem sind die Daten vom US-Ölmarkt zuletzt weniger preisdrückend ausgefallen. Der Anstieg bei den Ölbohrlöchern kam in der vergangenen Woche mit einem Plus von zwei Anlagen fast zum Erliegen und die Rohöllager fielen erstmals seit Januar wieder unter 500 Mio. Barrel. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, so könnte dies auf einen Rückgang der Überversorgung hindeuten, besonders wenn gleichzeitig die weltweite Ölnachfrage steigt.

Dennoch zeigen die meisten Daten weiterhin einen überversorgten Weltölmarkt. Obwohl die Ölförderung der OPEC, trotz der beschlossenen Förderreduzierung, im Juni um insgesamt rund 0,4 Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist, sieht es bisher nicht danach aus, dass das Ölkartell weitere Maßnahmen zur Angebotsverknappung auf dem Weltölmarkt beschließt. Einerseits wollen sich Nigeria und Libyen, deren Ölförderung zuletzt stark gestiegen ist, weiterhin nicht an der Förderkürzung beteiligen. Darüber hinaus schließt auch Russland eine Ausweitung der Förderkürzungen aus und aus Förderländern des Nahen Ostens war zu vernehmen, dass es zu früh für weitere Maßnahmen sei, weil erwartet wird, dass die globale Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte anzieht.

Am Devisenmarkt steht der €uro derzeit stark gegen die Ölwährung Dollar dar, was ebenfalls einen preismindernden Effekt auf die heimischen Spritpreise hat. Zudem stehen die Aussichten auf neue Jahreshöchststände bei der Gemeinschaftswährung gut, weil die FED das Tempo bei den Zinsanhebungen in den USA wohl drosselt und der Chef der EZB gleichzeitig stellt ein Ende der Staatsanleihekäufe in Aussicht stellt. Insgesamt fallen die Aussichten für die kommenden Monate daher gut aus. Nach dem leichten Preisanstieg vom Wochenende können sich Autofahrer im Verlauf dieser Woche wohl auch wieder über sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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