Benzinpreise legten am Wochenende weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am vergangenen Wochenende sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter gestiegen. Aufgrund des kräftigen Preisanstiegs vom Wochenende kletterten die Diesel- und Benzinpreise zwischen Donnerstag und Montag um 0,7 bis 0,8 Cent/Liter. Der Anstieg der Durchschnittpreise ist dabei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den heimischen Tankstellen spürbar anzogen. Die günstigsten Preise an den deutschen Zapfsäulen blieben hingegen stabil, so dass sich der maximale Preisunterschied am gestrigen Montag auf bis zu 32 Cent/Liter vergrößert hat. Für den weiteren Wochenverlauf kann damit gerechnet werden, dass sich die Spritpreise auf ihrem aktuellen Level stabilisieren werden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,111 €uro je Liter
- Super: 1,322 €uro je Liter
- E10: 1,304 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/L zu 1,299 €/L (+ 31 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,529 €/L (+ 32 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,509 €/L (+ 32 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In den letzten Wochen waren die Rohölpreise spürbar gestiegen, weil Börsenhändler auf eine Fördermengenbegrenzung der OPEC spekuliert hatten. Seit einer Woche stabilisieren sich die Ölpreise jedoch wieder, weil kaum ein Marktbeobachter damit rechnet, dass es tatsächlich zu einer Einigung innerhalb des seit Jahren nahezu aufgelösten Ölkartells kommen wird. Außerdem sprechen die Fundamentaldaten am Ölmarkt zurzeit eine recht klare Sprache, die eigentlich nur eine spürbare Preiskorrektur nach unten erwarten lässt.

Zuletzt hat die Ankündigung von US-Notenbank-Chefin Yellen, dass die FED weitere Schritte bei der Anhebung der US-Zinsen unternehmen werde, dafür gesorgt, dass der US-Dollar kräftig an Wert zulegte. Dies setzte die Ölpreise unter Druck, weil das in US-Dollar gehandelte Rohöl in den Ländern außerhalb des Dollarraums teurer wird wenn der Dollarkurs steigt, was wiederum die Nachfrage verringert. Außerdem hatte der Iran zuletzt geäußert, dass man fest entschlossen sei die Produktionsmenge an Rohöl weiter zu erhöhen. Auch der Energieministers von Saudi-Arabien äußerte zuletzt, dass Saudi-Arabien seiner Linie treu bleiben will und keinen Grund für eine bedeutende Intervention auf dem Ölmarkt sieht.

Zum Start der neuen Handelswoche haben sich die Ölpreise kaum bewegt. Im Vergleich zu Freitagmorgen sank die europäische Ölsorte BRENT um leichte 0,2 $/b und wurde am Dienstagmorgen mit 49,3 Dollar/Barrel gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI fiel um knapp 0,3 $/b und notierte am Dienstagmorgen bei 47,1 Dollar/Barrel. Insgesamt kann somit festgestellt werden, dass am Ölmarkt etwas Ruhe eingekehrt ist und dass sich die Notierungen vorerst auf dem aktuellen Niveau zu stabilisieren scheinen. Am Devisenmarkt hat der €uro, nach seinem überraschenden Höhenflug, wieder spürbar an Wert gegen die Ölwährung Dollar verloren.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise zum Start der Woche daher neutral aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf auf stabile Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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