Benzinpreise kletterten am Wochenende weiter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der nun seit bereits zwei Wochen anhaltende Aufwärtstrend der Kraftstoffpreise setzte sich am Wochenende fort. So kletterten die Dieselpreise zwischen Donnerstag und Sonntag im Mittel um weitere 0,6 Cent/Liter, die Benzinpreise legten sogar um weitere 0,9 ct/l zu. Dementsprechend hat sich auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) auf aktuell gut 20 Cent je Liter vergrößert. Der Unterschied zwischen den teuersten und günstigsten Spritpreisen an den heimischen Tankstellen hält sich konstant bei rund 30 Cent/Liter, da sowohl die teuersten Kraftstoffpreise eines Tages wie auch die im Tagesverlauf günstigsten Spritpreise stabil gehalten wurden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,163 €uro je Liter
- Super: 1,363 €uro je Liter
- E10: 1,346 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,329 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,539 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Auch wenn es sich zunächst ungewöhnlich anhört, so beeinflusst zurzeit besonders der US-Arbeitsmarkt die Preise an den deutschen Tankstellen. So sind die anhaltend guten Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt der Grund warum sich die für die Spritpreise entscheidenden Vorgaben von den internationalen Rohöl- und Devisenmärkten konträr gegenüberstehen.

Nachdem der Arbeitsmarktbericht für Oktober mit rund fünf Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in den USA seit rund sieben Jahren auswies, kann davon ausgegangen werden, dass die US-Notenbank FED die seit langem geplante und angekündigte Leitzinserhöhung in den USA noch in diesem Jahr vornehmen wird. Diese Nachricht ließ den Kurs des US-Dollar stark klettern und schickte den €uro auf Talfahrt, was sich preissteigernd auf den deutschen Kraftstoffmarkt auswirkte. Denn ein schwächerer €uro verteuert das in Dollar gehandelt Öl im Euroraum. Da aufgrund des währungsbedingten Preisanstieges jedoch die Nachfrage nach Rohöl in der Eurozone sank, gab auch die europäische Rohölleitsorte BRENT zum Start der Woche um 0,4 $/b nach und notierte am Montagmorgen bei 47,9 Dollar/Barrel.

Auch wenn sich der Rückgang der Rohölpreise preismindernd auf die heimischen Spritpreise auswirkt, so fällt der Währungsverlust des €uro heute zunächst mehr ins Gewicht. Daher fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise mäßig aus und Autofahrer sollten sich im Verlauf dieser Woche wohl auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Zapfsäulen einstellen.

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