Benzinpreise klettern vor Ostern auf 4-Monats-Hoch

Benzinpreise - Entwicklung

Kurz vor Ostern sind die Benzinpreise an den deutschen Tankstellen auf ein neues 4-Monatshoch gestiegen, so dass sich der seit Wochen anhaltende, rasante Höhenflug der Benzinpreise weiter fortgesetzt hat. Insgesamt sind die durchschnittlichen Benzinpreise (Super E5) seit Anfang Februar um massive 14,7 Cent/Liter bzw. rund elf Prozent gestiegen. Über die Osterfeiertage ist Tanken für Fahrer eines Benzin-PKWs somit erheblich teurer geworden, was jedoch nicht auf eine abgekartete Verteuerung der Kraftstoffpreise speziell vor den reisestarken Feiertagen zurückgeführt werden kann, sondern eher eine Normalisierung des Benzinpreis-Niveaus darstellt.

So sind die Preise für Diesel im gleichen Zeitraum, in dem die Benzinpreise eine massive Preissteigerung erfahren haben, lediglich um 4,3 Cent/Liter bzw. 3,5 Prozent geklettert. Dies verdeutlicht, dass die Spritpreise nicht per se massiv zugelegt haben sondern dass sich nur die Preise zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin unterschiedliche entwickelt haben. Dies wiederum ist auch nicht auf eine Übervorteilung der Dieselfahrer zurückzuführen, sondern stellt lediglich eine Normalisierung des Preisunterschiedes zwischen den beiden Kraftstoffsorten dar. So war die Preisdifferenz zwischen den Spritsorten im Februar auf ein Rekordtief von neun Cent je Liter gefallen und ist mit aktuell 19,6 Cent/Liter nun wieder auf ein normales Level angestiegen.

 

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,273 €uro je Liter
- Super: 1,468 €uro je Liter
- E10: 1,446 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,169 €/l zu 1,599 €/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,769 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,749 €/l (+ 40 ct/l)

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken
Quelle BkartA

 

In der vergangenen Woche hat das Bundeskartellamt seinen alljährlichen Bericht zur Entwicklung der Kraftstoffpreise veröffentlicht. In diesem Bericht stellte die Kartellbehörde fest, dass die Preise an den deutschen Tankstellen tendenziell morgens am höchsten und am Abend am günstigsten waren. Dabei wurden die Spritpreise im Tagesverlauf durchschnittlich vier Mal angehoben und gaben zwischen den Preisanhebung stets nach, wie die unten eingefügte Darstellung aufzeigt. Die beste Uhrzeit um günstig zu tanken lag überwiegend in den späten Abendstunden.

Im Verlauf eines Tages bestehen erhebliche Preisunterschiede zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Kraftstoffpreisen. So können innerhalb einer Stadt im Tagesverlauf zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen Preisunterschiede von 20 Cent/Liter oder mehr auftreten. An einem Beispiel für Bonn zeigte die Behörde eine Ersparnis von 12 Cent/Liter für eine 10 km lange Pendelstrecke auf (siehe Bild oben). Die Ersparnis bei längeren Reisen wurde mit rund 25 Cent/Liter erwartungsgemäß höher berechnet und am Beispiel einer Reise von Berlin nach Garmisch-Partenkirchen dargestellt (siehe Bild unten). Natürlich können Sie sich auch bei uns stets Ihre Ersparnis entlang einer Route anzeigen lassen.

Grundsätzlich lagen die Spritpreise an Autobahntankstellen im bundesweiten Durchschnitt rund 15 Cent/Liter über den Preisen der anderen Tankstellen. Die Diesel- und Benzinpreise an Autohöfen waren im Schnitt mehr als 10 Cent/Liter günstiger als an Autobahntankstellen und nur leicht teurer als andere Straßentankstellen. Zuletzt stellte die Behörde fest, dass zwischen den verschiedenen Regionen Deutschlands generell nur geringe Preisunterschiede vorhanden sind. Eine Ausnahme ergab sich im vergangenen Jahr im Spätsommer/ Herbst durch die Niedrigwasser-Situation entlang des Rheins sowie durch den Raffineriebrand in Vohburg, über die auch wir damals ausführlich berichtet hatten.

 

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