Benzinpreise in der zurückliegenden Woche gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise haben im Verlauf dieser Woche spürbar nachgegeben. Dabei sind die Preise für Diesel mit gut 1,3 Cent/Liter stärker gefallen als die Benzinpreise, die um knapp 0,9 Cent/Liter zurückgingen. Dafür hat sich bei den Benzinpreisen der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen auf 31 Cent/Liter verringert, weil sich die Benzinpreise von beiden Richtungen aufeinander zubewegt haben. Der Preisunterschied bei Diesel blieb hingegen konstant bei 33 Cent/Liter.

Neben den maximalen Preisunterschieden an den heimischen Tankstellen, die eher als ein theoretischer Wert zu verstehen sind, da die zugrunde liegenden Spritpreise sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen können, zeigt sich aber auch, dass die Tankstellenpreise zu der gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Es lohnt sich daher stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,099 €uro je Liter
- Super: 1,321 €uro je Liter
- E10: 1,303 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,979 €/l zu 1,309 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,499 €/l (+ 31 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise haben in der zurückliegenden Handelswoche einen schwankenden Verlauf hingelegt, der jedoch in der Tendenz einen klaren Rückgang der Ölpreise aufzeigte. So sind die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI insgesamt um kräftige 3,1 bzw. 3,5 Dollar/Barrel gesunken. Die für Europa relevantere Ölsorte BRENT notierte somit am heutigen Freitagmorgen bei 46,4 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 43,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Obwohl das Department of Energy (DOE) am Mittwoch einen erneuten Rückgang der amerikanischen Rohöllager um 0,6 Mio. Barrel verkündet hatte, zeigten sich Börsenhändler zurückhaltend. Einerseits war bei den Lagern der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) ein Anstieg von insgesamt 5,3 Mio. Barrel zu verzeichnen, was die gesamten US-Öllager um 4,7 Mio. Barrel auf nunmehr 902 Mio. Barrel klettern ließ. Darüber hinaus waren sich Analysten einig, dass man die derzeitigen US-Rohöllagerdaten nicht überinterpretieren sollte, weil die Zahlen immer noch durch die Folgen des Tropensturms Hermine beeinflusst werden.

Aktuell überwiegt am Ölmarkt die Aussicht auf einen länger anhaltende oder sogar wachsende Überversorgung. So geht die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen Monatsreport davon aus, dass die globale Nachfrage für Rohöl deutlich sinken wird. Die Agentur sieht besonders in den wichtigen Schwellenländern China und Indien einen "dramatischen" Rückgang der Ölnachfrage. Gleichzeitig hat die OPEC ihre Ölfördermengen in den letzten Monaten stetig ausgeweitet und das Ölkartell geht seinerseits davon aus, dass die Ölfördermengen außerhalb der OPEC in den kommenden Monaten ebenfalls weiter ansteigen werden. Der spekulationsgetriebene Anstieg der Ölpreise im August beruhte jedoch hauptsächlich auf der Annahme, dass sich noch in diesem Jahr ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen könnte.

Viele Analysten erwarten daher weiterhin, dass es in den kommenden Wochen eine Preiskorrektur am Ölmarkt geben könnte. An diesem Wochenende werden Autofahrer davon aber wohl nicht viel merken, denn die aktuell recht stabilen Vorgaben vom Rohölmarkt sorgen erstmal dafür, dass sich die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen kaum bewegen werden.

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