Benzinpreise im Wochenverlauf wieder gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der aktuellen Woche haben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen wieder nachgegeben. So sind die Diesel- und Benzinpreise zwischen Dienstag und Donnerstag im Durchschnitt zwischen 0,6 und 0,8 ct/l gefallen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hält sich mit knapp 16 Cent je Liter derzeit relativ stabil. Zur besten Tankzeit konnte man gestern an den günstigsten Tankstellen für 1,179 €/Liter SUPER (E5) und für 1,009 €/Liter Diesel tanken. Wer hingegen zu anderen Zeiten teure Tankstellen ansteuerte, der musste bis zu 25 Cent /Liter mehr bezahlen. Wer also von den günstigen Benzinpreisen profitieren möchte, für den lohnt sich ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

Am Rohölmarkt gab es in den letzten zwei Tagen wenige Nachrichten. Leicht bullisch wirkte der Tod des saudischen Scheichs, auch wenn nun nicht mit einem Umschwenken des OPEC-Leaders Saudi-Arabien in der aktuellen Ölpolitik gerechnet werden muss. Dementgegen standen die extrem bärisch ausgefallenen US-Öllagerdaten, bei welchen die US-Rohöllager erneut um massive 10 Mio. Barrel anstiegen. Insgesamt zeichnet sich jedoch ein Ende des rasanten Preisverfalls ab, zumindest zeigen sich die Notierungen in den letzten zwei Wochen deutlich stabiler. Dies bedeutet nicht, dass die Rohölpreise in der kommenden Woche zwangsläufig weiter steigen müssten, aber die Dynamik des vorherigen Preisverfalls ist nun weg und der Spielraum für weitere Preisnachlässe scheint aktuell begrenzt zu sein. So stieg die europäische Leitsorte BRENT in den letzten zwei Tagen um gut einen Dollar je Barrel und wurde am Freitagmorgen bei 49,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Neben dem recht stabilen Rohölmarkt kommen derzeit aber preistreibende Impulse vom Devisenmarkt. Denn die europäische Notenbank setzte mit ihrer Entscheidung für 1,14 Billionen €uro Staatsanleihen zu kaufen den €uro weiter unter Druck, so dass dieser gestern auf unter 1,13 $/€ fiel. Die EZB will hierdurch der sehr niedrigen Inflation im Euroraum entgegenwirken. Ob diese überhaupt vorhanden ist bleibt jedoch fraglich, denn vor allem der niedrige Ölpreis drückt die Inflation zurzeit nach unten, ohne diesen wäre die Inflation in einem normalen Bereich.

Da der Ölpreisverfall aber auch wie Konjunkturpaket wirkt, weil Verbraucher mehr Geld für andere Dinge als Sprit oder Heizöl zur Verfügung haben, wäre die Maßnahme der EZB nicht zwingend notwendig gewesen. Durch den nun jedoch sehr schwachen €urokurs sollten sich Autofahrer am Wochenende wohl auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den Zapfsäulen einstellen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,118 €uro je Liter
- Super: 1,277 €uro je Liter
- E10: 1,259 €uro je Liter


Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,259 €/l (+ 25 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,399 €/l (+ 22 ct/l)
- E10: 1,159 €/l zu 1,379 €/l (+ 22 ct/l)


Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuer

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