Benzinpreise im Wochenverlauf weiter gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Laufe der aktuellen Woche sind die durchschnittlichen Dieselpreise an den deutschen Tankstellen um spürbare 1,1 Cent/Liter gestiegen und auch die gemittelten Benzinpreise haben um weitere knapp 0,7 Cent/Liter zugelegt. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen hat sich auf bis zu 32 Cent/Liter erhöht, so dass es sich im Urlaubs- und Reisemonat August weiterhin besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert.

Die Aussichten für die Spritpreise fallen für die kommenden Tage erneut wenig verbraucherfreundlich aus, weil der zurzeit stark spekulationsgetriebene Anstieg der Ölpreise weiter anhält. Daher müssen sich Autofahrer am Wochenende wohl auf steigende Diesel- und Benzinpreise einstellen. Einige Tankstellen werden die Preise jedoch wieder deutlicher erhöhen als andere. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,094 €uro je Liter
- Super: 1,306 €uro je Liter
- E10: 1,288 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,309 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,509 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,489 €/l (+ 31 ct/l)


Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche sind die Rohölpreise in Summe um knapp 4,5 Dollar/Barrel gestiegen, obwohl sich an den fundamentalen Marktdaten kaum etwas verändert hat. Seit Anfang August sind die Ölpreise sogar schon um massive 20 Prozent geklettert. Somit stand die EU-Ölsorte BRENT am heutigen Freitagvormittag mit 50,8 Dollar/Barrel deutlich über der 50-Dollar-Marke und auch die US-Ölsorte WTI bewegt sich mit großen Schritten auf diese psychologisch wichtige Grenze zu und wurde am Vormittag bei 48,3 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Grund für diesen, von vielen Analysten als übertrieben eingestuften Preisanstieg, sind Spekulationen auf eine Förderbegrenzung der OPEC und anderer wichtiger Ölförderländern wie Russland. Eine tatsächliche Einigung erwartet jedoch nahezu kein Marktbeobachter und der Tenor geht zumeist in Richtung „ein gut durchschaubarer Versuch die Ölpreise mit nichts mehr als Luft zu stabilisieren“. Dennoch lassen sich Börsenhändler gerne auf das Spiel ein und treiben die Ölpreise zurzeit nach oben.

Obwohl die jüngsten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) im Wochenverlauf die Ölpreis gestützt hatten, erwarten daher viele Marktbeobachter in den kommenden Tagen eine Preiskorrektur am Ölmarkt nach unten. So meldete das DOE zwar einen Rückgang der gesamten US-Öllager in Höhe von 3,3 Mio. Barrel, nachdem es zuvor noch nach einem leichten Abbau oder sogar einem geringen Anstieg der amerikanischen Öllager ausgesehen hatte. Dabei waren die Rohölbestände in den USA um 2,5 Mio. Barrel auf 521,1 Mio. Barrel gesunken. Gleichzeitig sanken die Bestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Summe um 0,8 Mio. Barrel, blieben damit aber weiterhin oberhalb der für die Jahreszeit üblichen Spanne.

Allerdings wiesen die von der US-Regierung veröffentlichten Zahlen auch einen Anstieg der US-Ölproduktion um 1,8 Prozent auf 8,60 Millionen Barrel aus. Außerdem meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Saudi-Arabien seine Ölförderung im August auf ein neues Rekordhoch von bis zu 10,9 Mio. Barrel/Tag steigern könnte, nachdem der OPEC-Leader seine Ölproduktion bereits im Juli ausgeweitet hatte. Auch der Irak und Iran werden ihre Ölförderung im August wohl weiter ausbauen. Selbst wenn es im September zu einer Förderbegrenzung kommen würde, so wäre der Weltölmarkt weiterhin überversorgt.

Trotz der eher preisdrückenden Fundamentaldaten am Ölmarkt und des zurzeit überraschend starken €urokurses, der gegen die Ölwährung Dollar zuletzt spürbar zugelegt hatte, fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise aktuell preistreibend aus. Autofahrer sollten sich daher am Wochenende auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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