Benzinpreise im Wochenverlauf gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Während sich die Dieselpreise mit einem Minus von knapp 0,1 Cent/Liter im Verlauf der Woche kaum verändert haben, gingen die Benzinpreise an den deutschen Tankstellen um spürbare 0,7 Cent/Liter zurück. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung ist der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Super (E5) wieder auf 20,5 Cent/Liter gefallen.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist mit 39 Cent/Liter bei Diesel und 42 Cent/Liter bei den Benzinpreisen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Dieser hohe Preisunterschied zwischen den einzelnen Tankstellen verdeutlicht, dass es sich zurzeit besonders lohnt darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu einer Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,196 €uro je Liter
- Super: 1,401 €uro je Liter
- E10: 1,380 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,449 €/l (+ 39 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,649 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,629 €/l (+ 42 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche sind die Ölpreise im Mittel leicht gestiegen. Insgesamt notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am heutigen Freitagmorgen mit 56,4 Dollar/Barrel rund  0,6 $/b höher als vor einer Woche. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete im Wochenrückblick einen Anstieg in Höhe von 0,8 $/b und wurde am Freitagmorgen bei 54,3 Dollar/Barrel gehandelt.

Noch herrscht am Ölmarkt weiterhin Zurückhaltung, weil sich die unterschiedlichen Preisfaktoren seit nunmehr gut zwei Monaten die Waage halten. Allerdings mehren sich Aussagen von Marktbeobachtern und Prognosen von Finanzinstituten, die in den kommenden Wochen einen Anstieg der Ölpreise, auf die ursprünglich von der OPEC durch die Förderkürzung angestrebten rund 60 Dollar/Barrel, kommen sehen.

Begründet wird diese Erwartung damit, dass es der OPEC erstaunlich problemlos gelungen ist die angestrebte Förderkürzung bereits zu über 90 Prozent umzusetzen. Außerdem will das Ölkartell Ende Mai Gespräche über eine Verlängerung der zunächst nur bis zur Jahresmitte geltenden Förderreduzierung führen. Seit Jahresbeginn konnte die OPEC, in Zusammenarbeit mit andern wichtigen Förderländern, das Angebot auf dem Weltölmarkt um rund 1,5 Mio. Barrel verringern. Gleichzeitig wird die Förderung auf dem US-Ölmarkt, der zumeist als Gegengewicht zur Förderkürzung herangezogen wird, in den kommenden Monaten wohl nur um 0,1 bis 0,2 Mio. Barrel steigen. Dieses beachtliche Delta zeigt, dass das Angebot auf dem Weltölmarkt deutlich abgenommen hat und wirft die Frage auf ob die Förderkürzung des Ölkartells bereits ausreichend eingepreist ist.

Einem Anstieg der Ölpreise stehen derzeit jedoch auch die sehr gut gefüllten globalen Öllager entgegen. Daher richten sich die Blicke der Händler derzeit verstärkt auf die Entwicklung der globalen Öllagerbestände. In den USA waren die Öllager zuletzt von ihrem Rekordhoch von in Summe gut 947 Mio. Barrel auf aktuell rund 940 Mio. Barrel gesunken. Dabei waren laut den offiziellen Daten des DOE vor allem die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) gesunken. Die Rohöllager verzeichneten in der vergangenen Woche hingegen ein leichtes Plus von 0,6 Mio. Barrel, was jedoch hauptsächlich auf die geringe Raffinerieauslastung in Höhe von 84,3 Prozent zurückzuführen ist.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise fallen für die kommenden Tage erneut recht neutral aus. Autofahrer sollten sich aufgrund der jüngsten Preisnachlässe und weil das Wochenende vor der Tür steht dennoch auf leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Zurück