Benzinpreise im Wochenverlauf gestiegen, Dieselpreise stabil

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Auf dem Weltölmarkt ist Rohöl derzeit so billig wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Das wirkt sich auch auf die Preise an den deutschen Tankstellen aus. Die im Tagesverlauf günstigsten Dieselpreise liegen seit einiger Zeit bereits bei knapp über 90 Cent/Liter und könnten diese Marke in den kommenden Wochen sogar noch unterbieten. Die Benzinpreise sind mit Minimalwerten von rund 1,18 €/Liter zwar auch auf einem niedrigen Stand, hier sorgt jedoch das Raffineriegeschäft dafür, dass die Preise nicht auf Rekordtiefststände fallen. Einige Analysten rechnen daher damit, dass der aktuell bei gut 26 Cent/Liter liegende Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiter ansteigen wird. In den vergangenen Tagen scheint sich dieser Trend bereits bestätigen zu können, denn während sich die Dieselpreise stabil zeigten, legten die Benzinpreise um rund 0,4 Cent/Liter zu.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,035 €uro je Liter
- Super: 1,296 €uro je Liter
- E10: 1,278 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,209 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,479 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,459 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

 

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In den vergangenen zwei Handelstagen unterlagen die Rohölpreise starken Schwankungen. Zunächst brachen die Ölpreise ab Mittwoch deutlich ein, nachdem das US-Energieministerium DOE einen überraschenden Anstieg der US-Öllager in Höhe von insgesamt knapp 12 Mio. Barrel bekannt gegeben hatte. Danach führte der Einbruch an den chinesischen Börsen und das daraus folgende Aussetzen des dortigen Handels zu weiter fallenden Ölpreisen. Zwei Mal wurde der Börsenhandel in China in dieser Woche ausgesetzt, nachdem die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen zuvor jeweils um mehr als sieben Prozent gefallen waren. Am Donnerstag dauerte der Handel nur unglaubliche 30 Minuten.

Gestern Nachmittag setzte dann jedoch eine starke Gegenbewegung als Reaktion auf die zuvor deutlichen Verluste ein. Nach einem zwischenzeitlichen Absacken der Ölpreise auf den tiefsten Stand seit knapp zwölf Jahren, legten die Ölnotierungen am Donnerstag wieder so spürbar zu, dass in den letzten Tagen insgesamt lediglich ein Rückgang der europäischen Rohöl-Leitsorte BRENT um knapp zwei Dollar/Barrel zu verbuchen war. Mit 34,5 Dollar/Barrel am Freitagvormittag, notiert BRENT somit deutlich über der 30-Dollar-Marke. Der OPEC-Basketpreis hat diese Marke hingegen durchbrochen und liegt aktuell bei 27,9 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt konnte der €uro in den letzten zwei Tagen deutlich an Wert gegen den Dollar zulegen. Einerseits fielen die jüngsten Konjunkturdaten aus Europa positiv aus und darüber hinaus kamen von der US-Notenbank zuletzt Signale, dass man die Zinswende in den USA im Jahr 2016 zwar weiter vorantreiben wolle, dies aber mit Augenmaß und wohl eher kleineren Schritten. Insgesamt fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt somit gut für das Wochenende aus, so dass sich Autofahrer über weiterhin sehr niedrige oder sogar noch weiter fallende Preise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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