Benzinpreise im Wochenverlauf etwas gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf dieser Wochen haben sich die Benzinpreise stabilisiert. Nachdem die Spritpreise an den deutschen Tankstellen zuerst etwas angestiegen waren, gaben sie zuletzt wieder nach. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Dieselpreise derzeit rund 8 ct/l niedriger und die Benzinpreise befinden sich ca. 4 ct/l unter dem Preisniveau des Vorjahres. Der durchschnittliche Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt zurzeit weiterhin bei knapp 17 Cent je Liter.

Auf den heutigen Freitag und auch im Wochenrückblick gaben die Rohölpreise wieder deutlich nach. Grund hierfür ist der entflammte Preiskampf am Ölweltmarkt. Die OPEC, und hier besonders Saudi-Arabien, will die boomende US-Schieferölförderung unter Druck setzen und hält daher das Angebot am Ölmarkt hoch, obwohl die Rohölpreis immer weiter sinken. Gestern verkündete die OPEC, dass sie erst in den Markt eingreifen wolle, wenn die Rohölpreise nachhaltig unter 70 $/b absinken sollten. Von dieser Grenze ist die US-Sorte WTI nicht so weit entfernt wie die europäische Leitsorte BRENT. Diese gab auf Freitag um gut 0,6 $/b nach wurde am Morgen bei 82,4 Dollar je Barrel gehandelt.

Ein Dorn im Auge bleibt den deutschen Autofahrern allerdings die Geldpolitik der EZB. Diese kündigte zuletzt weitere, auch unkonventionelle Maßnahmen an um eine Deflation im Euroraum zu verhindern. Diese Ausweitung der lockeren Geldpolitik auf ein Kaufprogramm von Kreditverbriefungen (ABS) und in Zukunft eventuell auch Unternehmens- oder Staatsanleihen, sorgt dafür dass der eh schon schwache €uro noch weiter gegen den Dollar nachgibt. Da Rohöl in Dollar gehandelt wird verteuert dies die Ölkäufe der Europäer und sorgt so dafür, dass der Rohölpreisrückgang nicht bei den europäischen Autofahrern ankommt. Am Wochenende müssen Verbraucher daher mit stabilen bis leicht steigenden Diesel- und Benzinpreisen an den deutschen Zapfsäulen rechnen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,322 €uro je Liter
- Super: 1,491 €uro je Liter
- E10: 1,451 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,219 €/l zu 1,449 €/l (+ 23 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,609 €/l (+ 23 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,569 €/l (+ 23 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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