Benzinpreise im Wochenverlauf deutlich gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise haben sich im Verlauf der zurückliegenden Woche unterschiedlich entwickelt. Die durchschnittlichen Benzinpreise befinden sich heute mit rund 1,28 €uro/Liter auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. So waren die Benzinpreise bis zum letzten Sonntag um einen Cent je Liter geklettert und haben dann im Verlauf der aktuellen Woche wieder um einen Cent je Liter nachgegeben. Die Dieselpreise sind in der vergangenen Woche hingegen kontinuierlich zurückgegangen und stehen heute mit rund 1,01 €uro/Liter rund drei Cent je Liter niedriger als vor einer Woche. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist wieder über 26 Cent/Liter angestiegen, nachdem er Mitte März auf unter 20 Cent/Liter gefallen war.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen ist in den letzten Tagen kleiner geworden. Bei den Benzinpreisen liegt dies daran, dass die im Tagesverlauf teuersten Preise zurückgegangen sind, aber gleichzeitig auch die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den deutschen Tankstellen gestiegen sind. So kann man Benzin zu den besten Tankzeitpunkten an den günstigsten Tankstellen aktuell nur noch für 1,17 €uro/Liter kaufen. Die günstigsten Preise für Diesel sind hingegen wieder auf unter 90 Cent/Liter gefallen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,013 €uro je Liter
- Super: 1,275 €uro je Liter
- E10: 1,257 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,899 €/l zu 1,249 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,519 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,159 €/l zu 1,499 €/l (+ 34 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Woche waren die Rohölpreise zunächst deutlich gefallen. Viele Analysten hatten eine Kurskorrektur nach unten auch für notwendig gehalten, da die Ölpreise in den davorliegenden Wochen deutlich angezogen waren, ohne dass es hierfür entsprechende Meldungen gegeben oder dass sich etwas an der Marktlage geändert hätte. So ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt und wird dies wohl auch noch einige Zeit bleiben. Trotz der gedrückten Stimmung haben sich die zuletzt stärker im Ölmarkt engagierten Spekulanten jedoch nicht so schnell zurückgezogen wie dies von einigen Experten angenommen wurde und so legten die Ölnotierungen zur Wochenmitte wieder kräftig zu.

Neben dem weiterhin schwächeren Dollarkurs, war der Hauptgrund für den jüngsten Preissprung der Ölnotierungen im überraschend deutlichen Abbau der US-Rohölvorräte zu finden. So hatten die Ölpreise am Mittwochnachmittag abrupt zugelegt, nachdem das DOE einen Abbau der Rohöllagerbestände um 4,9 Mio. Barrel auf nunmehr 529,9 Mio. Barrel gemeldet hatte. Allerdings kletterten die Lager der Ölprodukte um insgesamt 3,2 Mio. Barrel, so dass in Summe nur ein Rückgang der gesamten US-Öllager von 1,7 Mio. Barrel zu verzeichnen war. Dennoch wurde dieser erste Rückgang seit sieben Wochen als mögliches Zeichen für eine Trendwechsel interpretiert. Auch weil die Nachfrage nach Ölprodukten in den USA in den letzten vier Wochen im Schnitt erneut klar über dem Vorjahr lag.

Im Vergleich zu gestern zeigten sich die Ölnotierungen am heutigen Freitag kaum verändert. Die US-Sorte WTI notierte am Morgen erneut bei rund 38 Dollar/Barrel und die Nordsee-Sorte BRENT wurde weiterhin bei rund 40 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt konnte sich der Dollar jedoch wieder fangen, nachdem er in den letzten zwei Wochen massiv eingebrochen war. Mit knapp 1,14 Dollar/€uro befindet sich der €uro-Dollar-Wechselkurs jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Insgesamt lassen die letzten Entwicklungen am Rohöl- und Devisenmarkt eher auf eine weniger verbraucherfreundliche Entwicklung der Spritpreise schließen. Autofahrer sollten sich daher am Wochenende auf deutlich steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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