Benzinpreise haben großes Potential nach unten

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf gaben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter nach. Da der Preisrückgang bei Diesel geringer ausgefallen ist als der Rückgang der Benzinpreise, hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf gut 27 Cent/Liter verringert. Und diese Entwicklung soll sich laut Einschätzung der Commerzbank in den nächsten Wochen noch ausweiten.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gehen die Rohstoffspezialisten der Bank von einen spürbaren Rückgang der Benzinpreise um bis zu 20 Cent pro Liter aus, weil die Benzinpreise bisher bei weitem nicht in dem Maße gesunken sind, wie es die Rohölpreise getan haben. Daher müssten die Benzinpreise wieder ungefähr auf das Preisniveau vom Jahresbeginn 2015 fallen. Dieser Analysen möchten wir uns gerne anschließen, allerdings sehen wir bei den Benzinpreisen ein etwas geringeres Abwärtspotential in Höhe von ca. 10 Cent/Liter, was jedoch immer noch beachtlich ist.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,153 €uro je Liter
- Super: 1,424 €uro je Liter
- E10: 1,406 €uro je Liter

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung. Wer also beim Tanken sparen möchte, für den lohnt sich ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche um die günstigste Tankstelle in der Umgebung zu finden.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Handelswoche am Rohölmarkt zuerst ruhig begonnen hatte, gaben die Notierungen in der zweiten Wochenhälfte wieder kräftig nach. Insgesamt sackte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT zwischen Mittwoch- und Freitagmorgen um 2,7 $/b ab und notierte somit heute Morgen bei extrem niedrigen 46 Dollar/Barrel. Damit hat BRENT die psychologisch wichtige 50-Dollar-Marke nun nachhaltig unterschritten und ist sogar unter die sehr niedrigen Notierungen von Januar 2015 gefallen.

Weiterhin ist der Weltölmarkt überversorgt und die globale Nachfrage schwächelt aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten. Das derzeitige Angebot liegt nach Einschätzung der meisten Experten um rund zwei bis drei Mio. Barrel über der Nachfrage. Besonders die schwächelnde Wirtschaft beim größten Ölkonsumenten der Welt -China- trägt derzeit zu einer schwachen Nachfrage bei und belastet die Ölpreise zusätzlich.

Am Devisenmarkt konnte der €uro im Wochenverlauf spürbar gegen den Dollar zulegen konnte. Es wird vermutet, dass die US-Notenbank FED nun doch keine Leitzinserhöhung im September vornehmen wird, sondern diese um einige Monate verschiebt. Dies drückt auf den Dollarkurs und wertet den €uro entsprechend auf. Somit fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt eindeutig verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende über weiter nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten.

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