Benzinpreise gestiegen – Laschet entdeckt das Thema für sich | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 13.09.2021

um 10:41 Uhr von Akif Sahin

Benzinpreise - Entwicklung

Die Benzinpreise und Dieselpreise starten in die neue Woche erneut mit einem neuen Jahreshoch. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Spritpreise an den Tankstellen um rund 1,5 cent je Liter zugelegt. Die Diskussionen um den Umgang mit höheren Spritpreisen nimmt dabei auch wieder Fahrt auf. Montag früh kostete der Liter Super (E5) 1,665 €uro und der Liter Super (E10) 1,607 €uro. Für Diesel wurden 1,420 €uro fällig.

Erwartungsgemäß haben die Ölpreise einen Anstieg der Spritpreise zur Folge. Allerdings sind die höheren Benzinpreise und Dieselpreise in dieser Woche vor allem auf den Binnenmarkt zurückzuführen. Während es eine stabile Nachfrage gibt, die nur noch leicht unter dem Niveau der Zeit vor Corona liegt, ist das Angebot auf dem Sprit-Markt zurückgegangen. Das liegt neben Mengendruck und teilweise nicht lohnender Margen aktuell auch an mehreren wichtigen Raffinerien für die Versorgung, die ausgefallenen sind. Die Produktion von Diesel und Benzin ist leicht eingebrochen, was zu einer Verknappung und damit höheren Preisen der Rohölprodukte führt.

Unterdessen bleibt der Politik auch nichts anderes mehr übrig, als über die höheren Spritpreise und mögliche Entlastungen zu sprechen. Zuletzt hatten Verbraucherschützer vorausgesagt, dass die Preise für Benzin und Diesel in der nächsten Zeit bei 2 €uro je Liter liegen dürften. Entsprechend versucht die Politik auf dieses Thema einzugehen. So hat Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) im Berliner Tagesspiegel (Sonntagsausgabe) erklärt, es brauche einen Ausgleich zu den höheren Spritpreisen. Damit vollführt Laschet auch ein Umdenken, weil er bisher von einer Spritpreis-Bremse, wie sie Unionskollegen aus der CSU gefordert haben, eine Absage erteilt hatte.

Langfristig werden die Benzinpreise und Dieselpreise aufgrund der CO2-Steuer steigen. Die Anfang des Jahres von schwarz-rot beschlossene CO2-Abgabe hat die Benzinpreise bereits in diesem Jahr um rund 7 Cent je Liter verteuert. Bis ins Jahr 2025 soll die CO2-Steuer angehoben werden. Die Spritpreise dürften dann um rund 14 Cent verteuert sein. Im Wahljahr diskutieren die Parteien darüber, wie die Steuer für Entlastungen sorgen soll. Autofahrer können allerdings kaum mit Entlastungen rechnen.

Wer clever sein und günstig tanken möchte, nutzt unseren Preis- und Tankstellenvergleich. So finden Sie die nächste Tankstelle und den günstigsten Dieselpreis oder Benzinpreis vor Ort. Für Urlauber und Reiselustige empfiehlt sich unser Routenplaner, mit dem man Zwischenstopps auf der Strecke zum günstigen Tanken einplanen kann. Übrigens: Rein statistisch bleibt aus unserer Sicht die beste Zeit zum günstigen Tanken zwischen 19 und 22 Uhr. Vermeiden Sie es früh morgens zu tanken. Da sind die Preise an den Zapfsäulen durchschnittlich am höchsten.

Benzinpreise - Zahlen

Benzinpreise und Dieselpreise in ihrer Region vergleichen und den günstigsten Spritpreis finden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,396 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 1,623 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 1,565 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,739 €/l (+ 46 ct/l)

- Super (E5): 1,509 €/l zu 1,959 €/l (+ 45 ct/l)

- Super (E10): 1,459 €/l zu 1,949 €/l (+ 49 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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