Benzinpreise gestiegen, Dieselpreise gaben nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf entwickelten sich die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen unterschiedlich. Während die Preise für Diesel zwischen Dienstag und Donnerstag um weitere 0,3 ct/l nachgaben, kletterten die Benzinpreise um 0,2 ct/l. Hierdurch hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf 24 Cent/Liter erhöht.

Die Benzinpreise befinden sich mit derzeit knapp 1,50 €/Liter wieder auf dem Niveau von vor dem Rohölpreisverfall. Die Rohölpreise haben sich jedoch bei weitem noch nicht von dem damaligen Einbruch erholt und auch mit dem im Vergleich zum Vorjahr schwächeren €uro lässt sich der Anstieg der Benzinpreise nicht erklären. Außerdem sind auch die Dieselpreise noch weit von dem Level von vor dem Ölpreiseverfall entfernt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,256 €uro je Liter
- Super: 1,494 €uro je Liter
- E10: 1,478 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,429 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,649 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,629 €/l (+ 27 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

In den letzten zwei Tagen gab die europäische Leitsorte BRENT um weitere drei Dollar je Barrel nach und wurde somit am Freitagmorgen bei 62,1 $/b gehandelt. Generell ist die zuvor bestehende bullische und stark durch Spekulanten beeinflusste Grundstimmung am Ölmarkt nun einer realistischeren Einschätzung der Angebots-Nachfrage-Situation gewichen. Der seit Wochen bekannte Strauss von bearischen Nachrichten trug nun endlich Früchte und setzte die Ölnotierungen unter Druck. So liegt das Angebot auf dem Weltölmarkt weiterhin klar über der Nachfrage.

Was die OPEC betrifft so werden von dieser laut IEA rund 29 Mio. Barrel pro Tag benötigt, gefördert werden jedoch ca. 31 Mio. Barrel/Tag. Und auch in den USA zeigt sich die Ölförderung unbeeindruckt von den letzten Preisrückgängen, was sich zuletzt wieder in den gestiegenen US-Öllagerdaten widerspiegelte. Neben dem Ölmarkt kamen in dieser Woche auch preisdrückende Impulse vom Devisenmarkt. Besonders durch den Auftritt der IWF-Chefin Lagarde bekam der €uro gegen den Dollar nochmal Rückenwind. Denn der IWF korrigierte seine Wachstumsprognose für die USA in diesem Jahr nach unten und forderte die FED auf die geplante Leitzinserhöhung zu verschieben.

Außerdem wurde Griechenland gestattet seine vier im Laufe des Juni fälligen Raten erst am Ende des Monats zu zahlen. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise zum Wochenende hin eindeutig positiv aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende über sinkende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten.

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