Benzinpreise gaben zum Wochenstart nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am vergangenen Wochenende sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter gestiegen, zum Start der neuen Woche drehten die Diesel- und Benzinpreise dann jedoch ins Minus. Aufgrund der starken Preisanstiege vom Wochenende sind die durchschnittlichen Dieselpreise zwischen Donnerstag und Montag dennoch um 0,9 Cent/Liter gestiegen und die gemittelten Benzinpreise haben sogar um 1,5 Cent/Lier zugelegt. Der seit vielen Wochen konstante Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Super Benzin (E05) hat sich daher aktuell auf knapp 22 Cent/Liter erhöht. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten Tankstellen und den günstigsten Angebote an den heimischen Zapfsäulen hat sich am Montag auf 32 Cent/Liter verringert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,112 €uro je Liter
- Super: 1,330 €uro je Liter
- E10: 1,312 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/L zu 1,309 €/L (+ 32 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,529 €/L (+ 32 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,509 €/L (+ 32 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Start der neuen Handelswoche haben die Ölpreise kräftig nachgegeben, weil sich der extreme und aus dem nichts kommende Öllagerabbau in den USA als einmaliger Effekt herausgestellt hatte, der durch den Tropensturm Hermine hervorgerufen wurde. Daher nahmen Händler bereits am Freitag Abstand von der Nachhaltigkeit des stärksten Öllagerabbaus in den USA seit über 16 Jahren und verwiesen darauf, dass nahezu der gesamte Abbau der Rohöllagerbestände auf die sturmbedingten, drastisch verringerten Ölimporte am Golf von Mexiko zurückzuführen sind. Analysten erwarten daher, dass die US-Öllager in den nächsten Wochen wieder auf das vorherige Level ansteigen werden, was die Ölpreise unter Druck setzte.

Auf den heutigen Dienstag kam es dann jedoch zu einer leichten Gegenreaktion zum kräftigen Ölpreisrückgang und die Rohölpreise zogen leicht an. Insgesamt kletterte die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI auf den heutigen Dienstagmorgen jeweils um 0,6 Dollar/Barrel. Die europäische Ölsorte BRENT notierte somit am Dienstagmorgen bei 47,7 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 45,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Weiterhin erwarten viel Marktbeobachter nach dem stark spekulationsgetriebenen Preisanstieg im Augst, eine Preiskorrektur am Ölmarkt. So rechnen viele Analysten im September mit sinkenden Ölpreisen, weil der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist und viele OPEC-Länder ihre Ölförderung zuletzt ausgeweitet haben oder weitere Fördererhöhungen planen. Außerdem geht die OPEC in ihrem jüngsten Monatsbericht davon aus, dass die Ölfördermenge außerhalb des Kartells in den kommenden Monaten deutlich steigen werde. Diese Prognose passt auch zum Bild, der sich weiterhin robust zeigenden US-Schieferölförderung und den jüngsten Anstiegen der aktiven Ölbohrlöcher in den USA.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen zurzeit aber noch recht neutral aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf auf geringfügige Veränderungen bei den Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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