Benzinpreise gaben zum Wochenstart leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Benzinpreise am Sonntag auf ein neues 6-Wochen-Hoch geklettert sind, haben sie zum Start der neuen Woche leicht nachgegeben. Dennoch sind die durchschnittlichen Benzinpreise an den deutschen Tankstellen im April bereits um gut 3,5 Cent/Liter gestiegen und auch die gemittelten Dieselpreise haben um knapp 3,0 Cent/Liter zugelegt. Auch der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen hat sich auf bis zu 40 Cent/Liter erhöht, weil die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den Zapfsäulen gestiegen sind während die günstigsten Angebote konstant blieben.

Neben den Preisunterschieden, die sich im Tagesverlauf ergeben, kann weiterhin festgestellt werden, dass die Spritpreise an vielen Orten in einem Umkreis von 10 Kilometern auch zur gleichen Uhrzeit um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen. Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert.

Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,184 €uro je Liter
- Super: 1,403 €uro je Liter
- E10: 1,383 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,429 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,609 €/l (+ 40 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Spekulationen auf höhere Ölpreise, die sich durch den US-Luftangriff in Syrien ergeben hatten, hielten sich nicht lange und verschwanden spätestens am Montag als klar wurde, dass Russland von den USA bereits im Vorfeld über den Vergeltungsschlag informiert wurde und diesen offensichtlich gebilligt hat. Dennoch legten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI zum Start der neuen Handelswoche jeweils um knapp 0,5 Dollar/Barrel zu. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde somit am Dienstagmorgen bei 55,9 $/b gehandelt und das amerikanische Leichtöl WTI stand am Morgen bei 53 Dollar/Barrel.

Als Grund für den abermaligen Anstieg wurde der erneute Ausfall, der erst in der vergangenen Woche wieder hochgefahrenen Produktion auf dem größten libyschen Ölfeld Sharara genannt. So haben bewaffnete Gruppen wieder einmal die Ölförderung des Feldes gestoppt, in dem sie eine Pipeline zwischen dem Ölfeld und einem Hafen besetzt haben.

Neben dieser Nachricht bleibt das hohe Angebot an Rohöl das übergeordnete Thema am Ölmarkt. Im Fokus der Börsenhändler stehen dabei die sich weiterhin gut entwickelnde US-Schieferölförderung, die globalen Öllagerbestände und die Absichten der OPEC, die zunächst bis Juli geltenden Förderobergrenzen in das zweite Halbjahr hinein zu verlängern.

Was die Entwicklung der US-Schieferölindustrie anbelangt, kann festgehalten werden, dass sich diese weiter fortsetzt. So hatte der Ölausrüster Baker Hughes Ende der letzten Woche bekannt gegeben, dass die Anzahl der aktiven US-Ölbohrlöcher in der vergangenen Woche um weitere 10 auf nunmehr 672 Anlagen gestiegen ist. Dies ist somit der zwölfte Wochenanstieg in Folge.

Im Hinblick auf eine Verlängerung der OPEC-Förderkürzung, haben sich zuletzt immer mehr beteiligte Mitgliedsstaaten für eine Verlängerung ausgesprochen. Allerdings kamen von Seiten des größten OPEC-Mitgliedes Saudi-Arabien eher kritische Aussagen und aus Russland, dem größten Nicht-OPEC-Ölförderland, das sich an der Förderkürzung beteiligt hat, war zuletzt zu hören, dass es noch zu früh sei um über eine Verlängerung der Vereinbarung zu sprechen. Es muss damit gerechnet werden, dass sich das das Ölkartell bis zur nächsten regulären Tagung Ende Mai nicht in die Karten schauen lassen und sich alle Optionen offen halten wird.

Kurz vor den Osterfeiertagen fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise insgesamt wenig verbraucherfreundlich aus. Unabhängig vom Osterreiseverkehr müssen sich Autofahrer daher in den kommenden Tagen auf leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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