Benzinpreise gaben zum Wochenauftakt spürbar nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart weiter nachgegeben. Die Benzinpreise sanken im Durchschnitt um deutliche 1,4 ct/l und auch die Dieselpreise gingen um knapp 1,3 Cent/Liter zurück. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel liegt weiterhin recht stabil bei rund 20 Cent/Liter und die Preisspanne zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und den teuersten Spritpreisen hält sich ebenfalls recht stabil bei rund 30 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,142 €uro je Liter
- Super: 1,341 €uro je Liter
- E10: 1,323 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,329 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind seit Wochenbeginn auf Richtungssuche. Nachdem die Rohölpreise als erste Reaktion auf die Terroranschläge in Paris leicht zugelegt hatten, drehten sie in der Folge ins Minus, zogen dann kurzfristig wieder an um im weiteren Handelsverlauf wieder nachzugeben. Der Markt stellte sich die Frage, inwieweit die Ölpreise durch die Terroranschläge in Paris bzw. die Reaktion des Westens und seiner Verbündeten beeinflusst werden könnten.

Eine vorläufige Antwort darauf wurde nun gefunden, denn insgesamt zeigten sich die Finanzmärkte und auch die Ölpreise von den Terroranschlägen in Paris unbeeindruckt. Das Überangebot auf dem Weltölmarkt ist zurzeit einfach so groß, dass geostrategische Sorgen den Ölpreis nicht mehr so stark beeinflussen. Man kann daher davon ausgehen, dass sich an der Lage des Ölmarktes vorerst nichts ändern wird und die bestehende Überversorgung, selbst bei einer Ausweitung des IS-Konflikts, weiterhin auf die Preise drückt.

Zudem sorgen die aktuell weltweit sehr gut gefüllten Öllagerbestände für einen erheblichen Puffer gegen geopolitische Impulse. Am Devisenmarkt sieht es aus Sicht der europäischen Autofahrer nicht so rosig aus. Dort befindet sich der €uro seit Wochenbeginn in einem leichten aber anhaltenden Abwärtstrend. Die wahrscheinlich im Dezember anstehende US-Leitzinserhöhung und eine mögliche Ausweitung der lockeren Geldpolitik der EZB üben Druck auf die Gemeinschaftswährung aus und haben den €uro gegen die Öl-Währung Dollar auf den tiefsten Stand seit April fallen lassen.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise heute neutral aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf recht stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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