Benzinpreise gaben weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In der zurückliegenden Woche sind die Diesel- und Benzinpreise weiter gesunken. Dabei fiel der Rückgang der Benzinpreise mit 0,8 Cent/Liter erneut deutlicher aus als die Preisnachlässe bei Diesel in Höhe von knapp 0,3 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) ist in den letzten zwei Wochen um rund sechs Prozent gesunken und liegt aktuell bei knapp 20 Cent/Liter.

Grundsätzlich liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Tankstellen-Auswahl auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden.

Die Preisdifferenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen liegt weiterhin bei hohen 36 bis 39 Cent/Liter, was verdeutlicht dass es sich lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Zudem zeigte sich, dass die Tankstellenpreise zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern häufig um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,197 €uro je Liter
- Super: 1,397 €uro je Liter
- E10: 1,376 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,619 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,599 €/l (+ 39 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche sind die Ölpreise spürbar gesunken, was jedoch fast ausschließlich auf die gestrigen Preisrückgänge zurückzuführen ist, denn in den Tagen zuvor sprachen Händler von einem impulsarmen Handel, dem es an Neuigkeiten mangelte. Aufgrund des weiterhin ausbleibenden Abbaus bei den globalen Öllagern, gaben die Ölpreise dennoch nach. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte am heutigen Freitagmorgen mit 55,3 Dollar/Barrel gut 1,1 $/b höher als vor einer Woche. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete im Wochenrückblick sogar einen Rückgang in Höhe von gut 1,5 $/b und wurde am Freitagmorgen bei 52,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Seit Wochen halten sich die preisstützenden und -drückenden Faktoren die Waage. Daher schauen Händler zurzeit verstärkt auf die Entwicklung der globalen Öllager, um aus diesen Daten Rückschlüsse zur Angebotslage auf dem Weltölmarkt ziehen zu können. Für die USA meldete das DOE in dieser Woche konstante Öllagerbestände. Zwar legten die Rohöllager um weitere 1,5 Mio. Barrel und somit zum achten Mal in Folge zu. Da jedoch die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um insgesamt 1,4 Mio. Barrel abgebaut wurden, ergab sich keine Veränderung der gesamten US-Öllagerbestände, die mit gut 940 Mio. Barrel weiterhin in der Nähe ihres Rekordhochs stehen.

Zunächst hatten die Zahlen zu den US-Öllagern die Ölpreise kaum bewegt, dann jedoch überwog bei Händlern wohl doch die Skepsis ob die Förderkürzung der OPEC ausgereicht hat um das Überangebot auf dem Weltölmarktes zu beenden. Damit Förderkürzung der OPEC, die erstaunlich problemlos bereits zu über 90 Prozent umgesetzt wurde, die Ölpreise weiter stützen kann, müssten die globalen Öllagerbestände zurückgehen. Diese sind allerdings in den vergangenen zwei Monaten massiv angestiegen. Daher reagierten Händler mit Verkäufen auf die unveränderten US-Öllagerdaten.

Darüber hinaus wurden die Ölpreise durch die Zurückhaltung von Russland bei der Umsetzung der eigenen Förderkürzung belastet. So hatte das wichtigste Nicht-OPEC-Land, das an der Förderreduzierung beteiligt ist, seinen Ausstoß  im Februar nur noch leicht gesenkt und bleibt somit weiterhin deutlich hinter der abgesprochenen zurück.

Da sich der €uro-Dollar-Wechselkurs im Wochenverlauf stabil zeigte, fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise tendenziell verbraucherfreundlich aus. Autofahrer können sich daher wohl, trotz des nahenden Wochenendes über leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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