Benzinpreise gaben im Wochenverlauf nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben im Verlauf der aktuellen Woche weiter nachgegeben. Besonders die Benzinpreise sind mit knapp 1,4 Cent/Liter seit Montag spürbar gefallen. Aber auch die Preise für Diesel gingen in dieser Woche um weitere gut 0,4 Cent/Liter zurück. Durch den deutlichen Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER auf aktuell gut 24 Cent/Liter zurückgegangen.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen hat sich weiterhin recht stabil bei rund 32 Cent/Liter gehalten. Benzin (E5) konnte zu den besten Tankzeitpunkten an den günstigsten Tankstellen zuletzt wieder für 1,18 €uro/Liter getankt werden und ging somit im Wochenverlauf um einen Cent je Liter zurück. Die teuersten Benzinpreise des Tages gingen ebenfalls um einen Cent auf 1,50 €uro/Liter zurück. Die im Tagesverlauf günstigsten Preise für Diesel waren in dieser Woche auf 95,9 Cent/Liter gestiegen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,047 €uro je Liter
- Super: 1,289 €uro je Liter
- E10: 1,271 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959 €/l zu 1,269 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,509 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,489 €/l (+ 32 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Der Ölmarkt entkoppelt sich zurzeit weiter von den Fundamentaldaten und zeigt sich aktuell von seiner finanzmarktgetriebenen Seite. Nachdem das US-Energieministerium DOE in dieser Woche einen leichten Abbau der gesamten US-Öllager in Höhe von 1,6 Mio. Barrel gemeldet hatte, kannten Anleger überraschenderweise kein Halten mehr und ließen die Ölpreise durch Käufe nach oben schnellen. Dabei waren die US-Rohöllager laut DOE um 2,1 Mio. Barrel auf ein neues Rekordhoch in Höhe von 538,6 Mio. Barrel angewachsen, die Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) waren jedoch um 3,7 Mio. Barrel gefallen.

Die sich im Anschluss an den US-Öllagerabbau ergebende Preisrallye wurde zudem noch durch technische Handelssysteme verstärkt, die durch automatisierte Käufe die Ölnotierungen weiter kräftig in die Höhe getrieben haben. Zwar war auf den heutigen Freitag wieder ein leichter Rückgang der Ölpreise zu verzeichnen, dennoch legte die Nordsee-Sorte BRENT im Verlauf der aktuellen Woche um rund 3,5 $/b zu und stand am Freitagmorgen bei 45,2 Dollar/Barrel. Auch die US-Sorte WTI zog in dieser Woche um mit rund 13 Prozent kräftig an und wurde am Freitagmorgen bei 43,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Das bisher schon bestehende, beträchtliche Korrekturpotenzial nach unten hat sich durch den kräftigen Preissprung von Mittwoch weiter erhöht. Dies muss bei der aktuellen Marktlage jedoch nichts bedeuten, denn der Börsenhandel mit Rohöl ist zurzeit weniger von Fundamentaldaten als von Spekulationen und automatisierten Handelssystemen geprägt. Laut Analysten stabilisiert sich der Ölpreis jedoch besonders aufgrund der zuletzt weiter gesunkenen Ölproduktion in den USA. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) sieht in der Entwicklung der US-Ölproduktion den entscheidenden Faktor für die weitere Ölpreisentwicklung und rechnet, trotz der gescheiterten Gespräche in Doha, weiter mit einer Normalisierung des Ölmarktes.

Am Devisenmarkt ging der €uro zuletzt wieder spürbar zurück, nachdem er in den vorherigen zwei Tagen jedoch auch gut gegen den Dollar zugelegt hatte. Mit aktuell 1,129 Dollar/€uro notiert die Gemeinschaftswährung somit aktuell wieder auf dem Niveau vom Wochenbeginn. Insgesamt lassen die jüngsten Entwicklungen am Rohöl- und Devisenmarkt am Wochenende einen Anstieg der Spritpreise erwarten. Autofahrer sollten sich daher in den nächsten Tagen auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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