Benzinpreise gaben deutlich nach, Dieselpreise im Plus

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben sich in der vergangenen Woche unterschiedlich entwickelt. Während die Dieselpreise in Summe um knapp 0,4 Cent/Liter zugelegt haben, gaben die Benzinpreise um deutliche zwei Cent je Liter nach. Die im Tagesverlauf niedrigsten Benzinpreise an den günstigsten Tankstellen gingen sogar um drei Cent je Liter 1,129 €/Liter zurück, während die günstigsten Dieselpreise mit 88,9 Cent/Liter stabil blieben. Insgesamt nähern sich die Diesel- und Benzinpreise zurzeit wieder an. Hatte der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER vor knapp drei Wochen noch bei 28 Cent je Liter gelegen, so ist er heute auf knapp 24,5 Cent/Liter geschrumpft.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,995 €uro je Liter
- Super: 1,238 €uro je Liter
- E10: 1,221 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,889 €/l zu 1,199 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,129 €/l zu 1,449 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,109 €/l zu 1,429 €/l (+ 32 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Gerüchten zufolge sollen zwischen dem Ölkartell OPEC und führenden Nicht-OPEC-Produzenten Gespräche über eine Verringerung des weiterhin deutlich über der Nachfrage liegenden Angebots auf dem Ölmarkt geführt werden. Allerdings scheint es sich tatsächlich nur um Gerüchte zu handeln, denn bisher gibt es keine belastbaren Anzeichen für einen Strategiewechsel der maßgebenden Ölförder-Länder. Dies sieht auch die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem jüngsten Monatsbericht so. So geht die IEA davon aus, dass es eine Förderkürzung im laufenden Jahr weiterhin unwahrscheinlich ist und dass die Ölpreise noch im gesamten Jahr 2016 auf einem niedrigen Preislevel verharren werden. Laut IEA soll die Übersersorgung des Ölmarktes im Jahresverlauf von aktuell zwei auf knapp 0,5 Mio. Barrel/Tag sinken.

Trotz eines nervösen Handels wird die Stimmung am Ölmarkt daher weiterhin durch das nach wie vor zu hohe Angebot dominiert, wodurch ein nachhaltiger Preisanstieg verhindert wird. Im gegenteil gaben die Rohölpreise im Verlauf der letzten Tagen sogar spürbar nach. Insgesamt verzeichnete die europäischen Leitsorte BRENT, nach einigen Aus und Abs, in den letzten sieben Tagen einen Rückgang in Höhe von 1,5 $/b und wurde am heutigen Mittwochmorgen somit bei 30,9 Dollar/Barrel gehandelt. Da heute Abend mit der Bekanntgabe von neuen Rekordhochs bei den US-Öllagern gerechnet wird, sind die Aussichten auf fallende Ölpreise recht gut.

Am Devisenmarkt erklimmt der €uro zurzeit ungeahnte Höhen. Beflügelt durch schwache Konjunkturdaten aus China und auch den USA, bei gleichzeitig soliden Kennzahlen im Euroraum, konnte die Gemeinschaftswährung mit knapp 1,13 $/€ auf den höchsten Stand seit über drei Monaten klettern. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit erneut verbraucherfreundlich aus und Autofahrer können sich im Wochenverlauf auf weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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