Benzinpreise fallen auf neues 4-Jahres-Tief

Benzinpreise - Entwicklung

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen haben auch über und nach Ostern an ihrer stetigen Abwärtsbewegung festgehalten. So sind die durchschnittlichen Benzinpreise (Super E5) in der zurückliegenden Woche um weitere 1,7 Cent/Liter und auch die Dieselpreise sind um weiter 0,9 Cent/Liter gesunken. Seit Jahresbeginn sind die Diesel- und Benzinpreise somit um gut 18 Prozent gesunken, was für Autofahrer immerhin mal eine gute Nachricht in den Zeiten der Corona-Krise ist.

Der kräftige Rückgang der Kraftstoffpreise entspricht mit den üblichen, leichten Verzögerung den Vorgaben vom internationalen Ölmarkt, denn dort befinden sich die Ölpreise seit Wochen im freien Fall und auch die jüngsten, beispiellosen Maßnahmen des Ölkartells OPEC und seiner Partner konnte den weiteren Verfall der Ölpreise nicht aufhalten. Seit Jahresbeginn sind die Rohölpreise um unglaubliche 60 bis 70 Prozent gefallen. Dagegen wirkt der Preisrückgang an den heimischen Tankstellen eher noch bescheiden. Dies hat jedoch einen recht einfachen Grund, denn unsere Spritpreise bestehen zum größten Teil aus Steuern.

Bei den aktuell sehr niedrigen Diesel- und Benzinpreisen fällt besonders die Energiesteuer, die zumeist auch Mineralölsteuer genannt wird, ins Gewicht. Denn diese Steuer ist nicht variabel sondern ein Fixbestandteil der Spritpreise. Dies führt dazu, dass der Steueranteil aktuell besonders hoch ist und die Preise an den Tankstellen somit vergleichsweise teuer gehalten werden. So lagen die Tagestiefstpreise am gestrigen Mittwoch bei 0,969 €uro/Liter für Diesel und 1,069 €uro/Liter für Benzin (Super E5). Der Steueranteil, bestehend aus Energie- und Mehrwertsteuer, lag bei diesen Tagestiefständen bei den Benzinpreisen bei fast 80 Prozent und auch bei den Dieselpreisen machte die Steuer rund 2/3 des Preises aus.

Den Kraftstoffpreisen ist somit eine Grenze nach unten gesetzt, die auch bei extrem niedrigen Rohölpreisen nicht unterschritten werden kann. So wird man, schon aufgrund der Steuerbelastung, an den deutschen Tankstellen nur sehr schwer einen Benzinpreis von unter einem €uro oder Dieselpreise von unter 80 Cent/Liter sehen können. Im Vergleich dazu muss man die aktuellen Tiefstpreise schon als sehr niedrig bezeichnen, besonders bei den Benzinpreisen und vor dem Hintergrund, dass an allen Tankstellen erhebliche Mengen- und Umsatzeinbußen wegen der Corona-Krise zu verzeichnen sind.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. In diesem Zeitraum konnten Autofahrer gestern an rund 2.000 Tankstellen Diesel unter einem €uro pro Liter und Benzin (Super E5) unter 1,10 €uro/Liter kaufen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,085 €uro je Liter
- Super: 1,197 €uro je Liter
- E10: 1,169 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,389 €/l (+ 42 ct/l)
- Super: 1,069 €/l zu 1,539 €/l (+ 47 ct/l)
- E10: 1,039 €/l zu 1,519 €/l (+ 48 ct/l)

 

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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