Benzinpreise drehten zum Wochenstart ins Plus

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Spritpreise im Verlauf der vergangenen Woche gesunken sind, haben sie am Wochenende wieder zugelegt und stehen somit aktuell wieder auf dem gleichen Preislevel wie vor einer Woche. Diesel kostet im Durchschnitt aktuell gut 1,15 €uro/Liter und die Benzinpreise liegen im Mittel bei knapp 1,38 €uro/Liter. Dies ist jedoch der Mittelwert aus allen Preisen, die sich an den teuersten und günstigsten Tankstellen im gesamten Tagesverlauf ergeben.

Schaut man jedoch genauer hin, so kann festgestellt werden, dass der Preisunterschied zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen im gesamten Tagesverlauf bei bis zu 35 Cent/Liter liegt. So konnte Diesel gestern an rund 100 Tankstellen für 1,039 €uro/Liter getankt werden. Die günstigsten Angebote für Benzin standen gestern an knapp 200 Tankstellen bei 1,229 €uro/Liter.

Autofahrer sollten in den kommenden Tagen mit weiter anziehenden Preisen an den Zapfsäulen rechnen. Allerdings werden nicht alle Tankstellen ihre Preise gleich stark anheben. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,153 €uro je Liter
- Super: 1,377 €uro je Liter
- E10: 1,356 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,039 €/l zu 1,359 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,579 €/l (+ 35 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,559 €/l (+ 35 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

In der vergangenen Woche sind die Ölpreise bereits spürbar gestiegen und haben auch zum Start der neuen Woche weiter zugelegt. So waren die Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI am Montag jeweils auf ein 5-Wochen-Hoch gestiegen. Heute Morgen im frühen Handel setze dann eine Gegenbewegung ein und die Rohölpreise  gingen leicht zurück. Insgesamt notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am Dienstagmorgen um 0,5 $/b leichter und stand somit bei 53,5 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI wurde hingegen zum Vortag unverändert bei 50,7 Dollar/Barrel gehandelt.

Vor einer Woche hatten der saudische und der russische Ölminister auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking bekannt gegeben, dass man darin übereinstimme, die zunächst bis Ende Juni laufende Förderkürzung wichtiger OPEC- und Nicht-OPEC-Ölförderländer bis zum Ende des ersten Quartals 2018 zu verlängern. Damit sorgten die beiden größten Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC vor dem am 25. Mai stattfindenden OPEC-Meeting für eine Vorentscheidung und stimmten Börsenhändler optimistisch, dass es zu einer Verlängerung der Förderobergrenze kommen wird.

Durch diesen Schritt wird die OPEC die Ölpreise wohl nach oben drücken können, auf der anderen Seite wird die Marktmacht des Ölkartells aber geringer werden. So rechnet die OPEC laut ihrem jüngsten Monatsreport damit, dass die Ölförderung in Nicht-OPEC-Ländern im laufenden Jahr um knapp 1,0 Mio. Barrel pro Tag anwachsen wird, was 0,4 Mio. Barrel mehr ist als das Ölkartell bisher prognostiziert hatte. Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist bei der wachsenden Schieferöl-Förderung der USA zu finden.

Außerdem gibt es am Ölmarkt auch noch Zweifel, dass eine reine Verlängerung der Förderkürzung ausreicht um das von der OPEC angestrebte Ziel eines Ölpreises von gut 60 Dollar/Barrel zu erfüllen oder dass die Disziplin der teilweise zerstrittenen OPEC-Staaten auf längere Sicht ausreichen wird um sich an die jeweiligen Förderobergrenzen zu halten. Zudem ist die zukünftige Rolle des Iran auf dem Weltölmarkt ungewiss.

Die politischen Turbulenzen in Washington sorgten in den letzten Tagen für einen Höhenflug des €uro gegen die Ölwährung Dollar. Insgesamt kletterte die europäische Gemeinschaftswährung innerhalb von elf Tagen um mehr als drei Prozent und stand am heutigen Dienstagmorgen mit über 1,12 Dollar/€uro auf den höchsten Stand seit fast sieben Monaten.

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