Benzinpreise blieben über Pfingsten stabil

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Über Pfingsten hielten sich die Spritpreise an den deutschen Tankstellen recht stabil. Am Sonntag gingen die Diesel- und Benzinpreise leicht nach oben und am Pfingstmontag gaben sie ebenso leicht wieder nach. Insgesamt sind die Preise an den heimischen Zapfsäulen im Juni gesunken, blieben bisher jedoch hinter dem kräftigen Preiseinbruch am Rohölmarkt zurück.

An den günstigsten Tankstellen konnte man Diesel gestern für 1,019 €uro/Liter und Benzin für 1,229 €uro/Liter tanken. An den teuersten Tankstellen muss man hingegen bis 1,329 €uro/Liter für Diesel und bis zu 1,569 €uro/Liter für Benzin (Super E5) bezahlen. Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist auf bis zu 34 Cent/Liter gesunken.

Auch wenn es wichtig ist, darauf zu achten wann man tankt, so schöpfen Autofahrer, die nicht darauf achten welche Tankstelle sie ansteuern, das gesamte Sparpotential bei den Spritpreisen nicht aus und beleben auch nicht den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt. Daher sollte man stets auch die Tankstellen untereinander vergleichen. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,149 €uro je Liter
- Super: 1,377 €uro je Liter
- E10: 1,357 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,329 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,569 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,549 €/l (+ 34 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Der kräftige Einbruch bei den Rohölpreise ist bisher noch nicht auf dem Kraftstoffmarkt angekommen. So fielen die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen um rund zehn Prozent und auch der €uro konnte gegen die Ölwährung Dollar weiter zulegen, was ebenfalls sinkende Kraftstoffpreise begünstigt. Kurz vor dem langen Pfingst-Wochenende fiel die Nordsee-Ölsorte BRENT erstmals wieder unter die 50-Dollar-Marke und auch die US-Ölsorte WTI ging spürbar zurück. Am heutigen Dienstagmorgen notierte BRENT bei 49,3 $/b und WTI wurde bei 47,2 Dollar/Barrel gehandelt.

Nachdem die Verlängerung der Förderbeschränkungen durch die OPEC die Ölpreise überraschenderweise nicht gestützt hat, gaben die Rohölpreise auch im Juni weiter nach. Weiter unter Druck gerieten die Ölpreise in der vergangenen Woche als US-Präsident Trump ankündigte, dass sich die USA als größte Volkswirtschaft der Welt aus dem historischen Klimaschutzabkommen von Paris zurückziehen wird. Für Trump war die Stärkung der amerikanischen Kohle-, Öl- und Gasindustrie ein wichtiges Anliegen, was er jetzt offensichtlich umzusetzen gedenkt. Analysten gehen daher davon aus, dass die Aufkündigung des Pariser Abkommens darauf hinweist, dass die US-Ölproduktion in den kommenden Monaten noch stärker steigen könnte als sie es bereits in den letzten Monaten getan hat.

Aus den USA kamen in der letzten Woche jedoch auch preisstützende Meldungen, die am Ölmarkt allerdings weniger Beachtung fanden. So sind die gesamten US-Öllagerbestände zum ersten Mal in diesem Jahr unter 900 Mio. Barrel gefallen. Zwar liegen die Rohöllager weiterhin über 500 Mio. Barrel, aber auch diese sind in den letzten zwei Monaten um über 25 Mio. Barrel gesunken. Der Rückgang der globalen Öllagerbestände ist ein wichtiges Ziel der OPEC, an dem sich der Erfolg der Förderkürzung messen lassen soll.

Innerhalb der OPEC zeichnen sich aktuell jedoch neue Schwierigkeiten ab. Das größte Förderland des Ölkartells Saudi-Arabien hat beschlossen den ölreichen Nachbar- Golfstatt Katar zu isolieren. Damit steht der OPEC-Leader nun neben dem politischen Erzrivalen Iran mit einem zweiten OPEC-Mitglied in einem Konflikt und will mit diesem Schritt seine Vormachtstellung in der Region demonstrieren. Zuletzt hatten sich Vertreter Katars wohlwollend über den Iran geäußert, offiziell wurden die diplomatischen Beziehungen jedoch abgebrochen, weil Katar nicht gegen Geldgeber der Terrororganisationen IS vorgehen soll.

Am Devisenmarkt konnte sich der €uro gegen die Ölwährung Dollar stabil auf einem 9-Monats-Hoch halten und stand am Dienstagmorgen bei 1,127 Dollar/€uro. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise somit eindeutig verbraucherfreundlich aus und Autofahrer sollten sich im weiteren Wochenverlauf über fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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