Benzinpreise auf neuem Rekordhoch - Dieselpreise knapp unter Allzeithoch | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 16.09.2026
um 08:02 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Benzinpreise - Trends und Prognosen
Und wieder einmal war Benzin in Deutschland noch nie so teuer wie am gestrigen Dienstag. Mit diesem Satz können unsere Benzinpreis-Nachrichten fast den gesamten September beginnen, denn in diesem Monat hat sich bei den Kraftstoffpreisen der massive Aufwärtstrend der vergangenen Monate verfestigt und nochmals beschleunigt. Täglich steigen die Benzinpreise auf neue Rekordhöchststände und auch die Dieselpreise befinden sich nur minimal unter dem Allzeithoch von Anfang April.
Aktuell kostet ein Liter Benzin (SUPER E5) im bundesweiten Durchschnitt 2,345 €uro und ein Liter Diesel muss an den heimischen Zapfsäulen im Mittel für 2,412 €uro/Liter getankt werden. Auf Wochensicht (Dienstag der Vorwoche bis Dienstag dieser Woche) hat sich Benzin (E5) um 4,1 Cent/Liter verteuert und die Dieselpreise sind um 10,1 Cent/Liter gestiegen. Um kurz nach zwölf Uhr sind die Dieselpreise am gestrigen Dienstag an den rund 100 teuersten Tankstellen auf bis zu 2,879 €uro/Liter geklettert und die teuersten Benzinpreise lagen bei 2,859 €uro/Liter (E5) bzw. 2,799 €uro/Liter (E10).
Die Aussichten auf sinkende Kraftstoffpreise sind derzeit nicht sonderlich gut. Der Krieg im Nahen Osten eskaliert. Neben der gesperrten Straße von Hormus kamen zuletzt noch Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz auf die wichtige Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien sowie eine mögliche Sperrung der alternativen Öltransportroute über die Meerenge Bab al-Mandab hinzu. Zudem wurden die Gespräche zwischen Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus abgesagt. Am Weltölmarkt wird daher zurzeit ein länger anhaltender Konflikt mit Ölpreisen von über der 100-Dollar eingepreist.
Allerdings sind Ölpreise von knapp über 100 Dollar/Barrel kein Grund für stetig neue Rekordhöchststände an den heimischen Zapfsäulen. Ein noch stärkerer Preistreiber für den Kraftstoffmarkt sind aktuell Raffinerieengpässe. Durch die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine wurde die Ölinfrastruktur der Golfstaaten und Russlands zuletzt erheblich in Mitleidenschaft gezogen, was zu Engpässen bei raffinierten Ölprodukten wie Heizöl, Diesel und Benzin geführt hat. Hinzu kommen Risikoaufschläge und höhere Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, was die Spritpreise hierzulande auf immer neue Rekordhöhen treibt. Und auch der Staat verdient an den steigenden Spritpreisen kräftig mit, denn weiterhin landen über die Energie-, Mehrwert-, und Co2-Steuer rund die Hälfte der Zapfsäulenpreise im Staathaushalt.
In der Debatte, ob der Staat bei hohen Spritpreisen über Steuersenkungen eingreifen soll, wird als Gegenargument häufig von zu hohen Kosten für einen Tankrabatt gesprochen, dabei handelt es sich lediglich um den Verzicht auf ungeplante Mehreinnahmen. 19% Mehrwertsteuer von einem Spritpreis in Höhe von 1,80 €uro (Preis vor Iran-Krieg) sind nun mal deutlich weniger als 19% von den aktuellen 2,40 €uro/Liter. Die ungeplanten, staatlichen Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuer liegen bei ca. 11 Cent/Liter. Um diesen Betrag könnte die Energiesteuer gesenkt werden, ohne dass dies den Staat etwas kosten würde.
Ohne staatliche Unterstützung können Autofahrer jedoch auch beim Tanken sparen, indem sie darauf achten wann und wo sie tanken. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.
Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung
Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:
- Diesel: 2,412 €uro je Liter
- Superbenzin (E5): 2,345 €uro je Liter
- Superbenzin (E10): 2,285 €uro je Liter
Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:
- Diesel: 2,249 €/l zu 2,879 €/l (+ 63 ct/l)
- Superbenzin (E5): 2,189 €/l zu 2,859 €/l (+ 67 ct/l)
- Superbenzin (E10): 2,129 €/l zu 2,799 €/l (+ 67 ct/l)
* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.
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