Benzinpreise auf Allzeithoch - Diesel über 2,31 €uro/Liter | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 09.09.2026
um 08:06 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Benzinpreise - Trends und Prognosen
Benzin war in Deutschland noch nie so teuer wie am vergangenen Montag. Mit 2,308 €uro/Liter waren die Benzinpreise (SUPER E5) im bundesweiten Durchschnitt auf ein neues Allzeithoch gestiegen und haben das bisherige Rekordhoch vom Beginn des Ukraine-Kriegs nun bereits seit knapp einer Woche deutlich überschritten. Auch die Preise für Diesel befinden mit aktuell 2,311 €uro/Liter auf dem Preisniveau von Anfang 2022, hatten jedoch im April dieses Jahres bereits ein neues Rekordhoch von über 2,44 €uro erreicht, von welchem die Dieselpreise zurzeit noch ein gutes Stück entfernt sind. Kurz nach zwölf Uhr sind an den deutschen Tankstellen allerdings Dieselpreise von über 2,50 €uro/Liter keine Seltenheit mehr.
Die Aussichten auf sinkende Kraftstoffpreise sind derzeit leider auch nicht besonders gut. Der Krieg im Iran ist nach gegenseitig Angriffen zwischen den USA und dem Iran wieder eskaliert und eine diplomatische Lösung scheint in weiter Ferne zu sein. US-Präsident Trump spielt mit seinem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran auf Zeit und hat zuletzt mehrfach betont keine schnelle Lösung zu brauchen. Ein Hoffnungsschimmer für den Ölmarkt sind lediglich die Gespräche zwischen dem Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus. Allerdings bleibt die Lage am Persischen Golf insgesamt sehr angespannt und der Ölmarkt preist derzeit einen länger anhaltenden Konflikt ein, mit Ölpreisen, die sich in Richtung der 100-Dollar-Marke bewegen.
Ein noch stärkerer Preistreiber für den Kraftstoffmarkt sind aktuell jedoch Raffinerieengpässe. Durch die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine wurde die Ölinfrastruktur der Golfstaaten und Russlands zuletzt erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin. Hinzu kommen Risikoaufschläge und höhere Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, welche die Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen stetig in die Höhe treiben. Und auch der Staat verdient an den steigenden Spritpreisen kräftig mit, denn weiterhin landen über die Energie-, Mehrwert-, und Co2-Steuer rund die Hälfte der Zapfsäulenpreise im Staathaushalt.
Auf Wochensicht (Dienstag der Vorwoche bis Dienstag dieser Woche) sind die Benzinpreise (E5) an den heimischen Zapfsäulen um gut 7,6 Cent/Liter und die Dieselpreise um rund 9,0 Cent/Liter gestiegen. Der Sortenpreisabstand ist damit wieder in den negativen Bereich gekippt, weil Diesel aktuell wieder 0,6 Cent/Liter teurer ist als Benzin. Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Spritpreisen lag am gestrigen Dienstag bei bis zu 73 Cent/Liter. Dies bedeutet, dass Diesel und Benzin am gleichen Tag an den günstigsten Tankstellen zum günstigsten Zeitpunkt bis zu 73 Cent/Liter günstiger waren als an den teuersten Tankstellen zum teuersten Tankzeitpunkt.
Der statistisch beste Zeitpunkt um günstig zu tanken liegt weiterhin stabil zwischen 10:00 und 12:00 Uhr. Dann folgt die 12-Uhr-Preisanhebungen, die in den vergangenen Wochen jeweils bei durchschnittlich rund 20 Cent/Liter lag. In der Regel wird die Hälfte des 12-Uhr-Preissprungs bis 14:00 Uhr wieder zurückgenommen. Insgesamt sollten Autofahrer jedoch das Tanken zwischen 12:00 und 19:00 Uhr möglichst vermeiden, finden aber zwischen 19:00 und 10:00 Uhr des Folgetags an vielen Tankstellen im Durchschnitt nur leicht höhere Preise vor als in den zwei Stunden vor zwölf Uhr.
Der Preisunterschiede zwischen den Tankstellenmarken liegt zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von 10 km bei bis zu 15 Cent/Liter. Autofahrer sollten daher zu jeder Uhrzeit stets die Spritpreise an den Tankstellen vergleichen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.
Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung
Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:
- Diesel: 2,311 €uro je Liter
- Superbenzin (E5): 2,304 €uro je Liter
- Superbenzin (E10): 2,244 €uro je Liter
Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:
- Diesel: 2,179 €/l zu 2,859 €/l (+ 68 ct/l)
- Superbenzin (E5): 2,119 €/l zu 2,849 €/l (+ 73 ct/l)
- Superbenzin (E10): 2,059 €/l zu 2,789 €/l (+ 73 ct/l)
* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.
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