Benzinpreise am Wochenende wieder rauf

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach den Preisrückgängen der vergangenen Woche, haben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende wieder zugelegt. Hierbei fiel der Anstieg bei den durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise mit knapp 0,4 ct/l nahezu identisch aus. Dies sorgte auch dafür, dass der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel weiterhin konstant bei 23 Cent/Liter liegt. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit 29 Cent/Liter bei Diesel sehr viel deutlicher ausgeprägt als bei den Benzinpreisen, wo die Preisspanne bei 26 ct/l liegt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,258 €uro je Liter
- Super: 1,487 €uro je Liter
- E10: 1,468 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,429 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,639 €/l (+ 26 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,619 €/l (+ 26 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Handelsschluss der vergangenen Woche drehte die Preisrichtung am Ölmarkt wieder nach oben und die europäische Leitsorte BRENT legten um gut 2,5 $/b zu. Ein erneuter Rückgang der US-Öllager und positiv ausgefallene US-Wirtschaftsdaten brachten bullische Impulse, die an den Ölbörsen für einen Anstieg sorgten. Am heutigen Montagmorgen gaben die Rohölwerte jedoch wieder leicht nach, so dass BRENT bei 65,3 Dollar/Barrel gehandelt wurde.

Der Hauptgrund hierfür war, dass Saudi-Arabien vor dem anstehenden OPEC-Meeting verkündete, im Mai erneut Rekordmengen gefördert zu haben. Eine Kürzung der OPEC-Fördermengen wird dennoch nicht erwartet, zudem erweist sich die Ölproduktion in den USA auch bei dem jetzigen Preislevel als robust. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Überversorgung am Weltölmarkt noch einige Zeit anhalten wird. Dennoch erwaten die meisten Analysten im Jahresverlauf eher anziehende Ölpreise.

Am Devisenmarkt drückt die griechische Schukldenkrise und eine recht gute Konjunkturentwicklung in den USA auf den €uro und lässt diesem somit wenig Luft nach oben. Aber nach unten hat sich der €uro gegen den Dollar auch stabilisiert, so dass die Kraftstoffpreise derzeit wenig vom Devisenmarkt beeinflusst werden. In Summe fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt dennoch leider klar negativ aus. Autofahrer sollten sich daher im weiteren Wochenverlauf auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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