Benzinpreise am Wochenende weiter gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende sind die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen weiter geklettert. Zwar war auf Montag wieder ein leichter Rückgang zu verzeichnen, dennoch bleibt im Verlauf der zurückliegenden Woche insgesamt ein spürbarer Anstieg der Spritpreise feststellbar. Selbst an den günstigsten Tankstellen sind die Preise für Diesel seit dem Wochenende nicht mehr unter 90 Cent/Liter gefallen und die durchschnittlichen Dieselpreise liegen seit nunmehr knapp zwei Wochen über einem €uro pro Liter. Auch die Benzinpreise haben in den letzten zwei Wochen zugelegt und bewegen sich im Durchschnitt wieder rapide auf die 1,23 Cent/Liter zu. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat im Wochenverlauf weiter abgenommen auf aktuell rund 20,5 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,020 €uro je Liter
- Super: 1,226 €uro je Liter
- E10: 1,208 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,909 €/l zu 1,239 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,119 €/l zu 1,459 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,099 €/l zu 1,439 €/l (+ 34 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Trotz der weiterhin bestehende Überversorgung des Weltölmarktes und den insgesamt preisdrückenden Fundamentaldaten, haben die Rohölpreise den seit nunmehr zwei Wochen laufenden Aufwärtskurs weiter fortgesetzt. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass sich die Rohölpreise nun in eine anhaltende Erholungsphase begeben, nachdem sie im vergangenen Jahr ins Bodenlose gestürzt waren. So spricht man am Ölmarkt bereits davon, dass der starke Verfall der Erdölpreise nun sein Ende erreicht haben könnte. Allerdings hat sich an dem anhaltenden Überangebot an Rohöl in den letzten Wochen nichts geändert. Dementsprechend basiert der aktuelle Höhenflug der Rohölpreise auch nicht auf dem nach wie vor preisdrückenden Datenfundament des Ölmarktes sondern auf einer verbesserten Stimmung an den Börsen und auf spekulationsgetriebenen Käufen der Händler.

Unterlegt wird der spekulationsbedingte Anstieg der Rohölpreise mit einigen Nachrichten, die für sich genommen kaum die laufende Rally der Ölpreise erklären. So wird der jüngste Vorstoß Russlands, die weltweite Ölproduktion auf dem Level vom Januar diesen Jahres einzufrieren, aufgeführt, obwohl sich wichtige Förderländer wie der Iran an dieser Initiative nicht beteiligen wollen und sich daher kurzfristig nichts an der anhaltenden Überversorgung des Ölmarktes ändern wird. Auch der schon oft beschworene massive Rückgang der Schieferölförderung in den USA, lässt bislang immer noch auf sich warten.

Im Gegenteil wachsen die Öllagerbestände in den USA immer weiter an. Daher halten einige Analysten einen Kursrücksetzer der Rohölpreis für erforderlich, nachdem die Ölpreise innerhalb von zwei Wochen um kräftige 23 % gestiegen sind und BRENT die psychologisch wichtigen Marke von 40 Dollar/Barrel überschritten hat. Auf der anderen Seite setzen die wenigsten Börsenhändler gegen den Trend, so dass sich die Ölpreise in den kommenden Tagen auch weiter von den preisdrückenden Fundamentaldaten entkoppeln und weiter anziehen könnten.

Zum Wochenstart legte die europäische Rohölleitsorte BRENT zunächst weiter kräftig zu und wurde am heutigen Dienstagmorgen mit 40,3 Dollar/Barrel zum ersten Mal seit drei Monaten wieder über der 40-Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Sorte WTI und der OPEC-Basketpreis standen am Dienstagmorgen mit 37,4 bzw. 34,3 Dollar/Barrel auf einem Jahreshoch. Am Devisenmarkt konnte der €uro in den letzten Tagen leicht zulegen, weil an den Finanzmärkten über eine weitere geldpolitische Lockerung durch die EZB spekuliert wird. So gehen Beobachter von einer Absenkung der Zinsen für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,5 Prozent und einer Ausweitung der Anleihenkäufe aus.

Auch wenn der stärkere €uro eine leichte Preisminderung für die heimischen Kraftstoffpreise mit sich bringt, so überwiegen doch ganz klar die schlechten Vorgaben vom Rohölmarkt. Autofahrer sollten sich daher im Wochenverlauf auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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