Benzinpreise am Wochenende weiter gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am vergangenen Wochenende sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter gestiegen. Zum Wochenstart waren jedoch erste Preisrückgänge zu verzeichnen, die sich durch verbesserte Vorgaben vom Rohölmarkt ergaben. Auch für den weiteren Wochenverlauf kann mit sinkenden Spritpreisen gerechnet werden. Aufgrund der kräftigen Preisansteige vom Wochenende war zwischen Donnerstag und Montag vorerst jedoch ein Anstieg der Diesel- und Benzinpreise um 1,2 bis 1,5 Cent/Liter feststellbar. Trotz des Anstiegs der Durchschnittpreise sind die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den heimischen Tankstellen gesunken, die günstigsten Preise an den Zapfsäulen sind aber auch gestiegen. Der maximale Preisunterschied hat sich daher wieder auf rund 30 Cent/Liter verringert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,109 €uro je Liter
- Super: 1,318 €uro je Liter
- E10: 1,300 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/L zu 1,299 €/L (+ 30 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,499 €/L (+ 29 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,479 €/L (+ 29 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Preisanstiege am Ölmarkt der vergangenen Wochen beruhten nicht auf Änderungen der fundamentalen Marktlage sondern spiegelten hauptsächlich die Einflüsse von den Finanzmärkten wieder. So kletterten die Ölpreise seit Anfang August um rund 20 Prozent, aufgrund von Spekulationen über eine Fördermengenkürzung, die im September am Rande des Internationalen Energieforums auf einem informellen Treffen der OPEC-Mitglieder zusammen mit anderen Fördernationen wie Russland besprochen werden soll. Da jedoch kaum ein Analyst tatsächlich eine Einigung bei diesem Meeting erwartet, sich der Preisanstieg aber weitestgehend auf die vage Aussicht stützte, dass die OPEC nach zwei Jahren der Uneinigkeit nun wieder zu einer gemeinsame Linie finden soll, sehen Marktbeobachter nun ein erhebliches Korrekturpotential nach unten.

Insgesamt weist der Ölmarkt aktuell eine ganze Reihe von preisdrückenden Daten auf. Neben den OPEC-Ländern Saudi-Arabien, Irak und Iran fördert auch Russland auf einem Rekordhoch und in den USA ist seit acht Wochen ein Anstieg der aktiven Ölbohrlöcher und somit eine Erholung der zuletzt angeschlagenen Schieferölförderung zu verzeichnen. Die Angebotssituation auf dem Weltölmarkt kann weiterhin als sehr gute bezeichnet werden, gleichzeitig schwächelt die globale Ölnachfrage. Wenn sich Börsenhändler nun also wieder auf das preisdrückende Datenfundament des Ölmarktes besinnen, so steht einer nachhaltigen Preiskorrektur nach unten wenig im Wege.

Zum Wochenstart haben die Ölpreise zumindest schon mal um spürbare fünf Prozent nachgegeben. Im Vergleich zu Freitagmorgen sank die europäische Ölsorte BRENT um insgesamt zwei Dollar je Barrel 1,1 $/b und wurde am Dienstagmorgen mit 48,8 $/b wieder deutlich unter der 50-Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI fiel um 1,3 $/b und notierte WTI am Dienstagmorgen bei 47 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt hat der €uro in den letzten zwei Wochen einen überraschenden Höhenflug gegen die Ölwährung Dollar hingelegt. Obwohl Devisenhändler damit rechnen, dass die FED bis zum Jahresende weitere Schritte bei der Zinsanhebung in den USA unternehmen wird, konnte der €uro-Dollar-Wechselkurs am heutigen Dienstag auf 1,134 $/€ und somit auf höchsten Stand seit Mitte Juni klettern.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise zum Start der Woche endlich mal wieder verbraucherfreundlich aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf auf fallende Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Zurück