Benzinpreise am Wochenende rauf, dann wieder runter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen sind trotz preisdrückender Vorgaben vom Ölmarkt am Wochenende gestiegen, gaben dann jedoch zum Start der neuen Woche wieder nach. Ein altbekanntes Bild, dass sich an nahezu jeden Wochenende wiederholt, egal ob die Vorgaben vom Rohölmarkt preisstützend ausfallen oder nicht. Insgesamt sind die Preise an den heimischen Zapfsäulen im Juni bisher jedoch spürbar gesunken, haben in dieser Woche aber auch noch Potential nach unten.

An den günstigsten Tankstellen konnte man Diesel gestern für 1,009 €uro/Liter und Benzin für 1,229 €uro/Liter tanken. An den teuersten Tankstellen muss man hingegen bis 1,309 €uro/Liter für Diesel und bis zu 1,539 €uro/Liter für Benzin (Super E5) bezahlen. Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist auf rund 30 Cent/Liter und somit auf ein Jahrestief gesunken. Vor zwei Monaten lag die Preisdifferenz noch bei bis zu 40 Cent/Liter.

Auch wenn es wichtig ist, darauf zu achten wann man tankt, so schöpfen Autofahrer, die nicht darauf achten welche Tankstelle sie ansteuern, das gesamte Sparpotential bei den Spritpreisen nicht aus und beleben auch nicht den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt. Daher sollte man stets auch die Tankstellen untereinander vergleichen. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,125 €uro je Liter
- Super: 1,362 €uro je Liter
- E10: 1,341 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,309 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,539 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Diplomatische Differenzen innerhalb der OPEC sowie eine gestiegene OPEC-Ölförderung und anwachsende US-Öllagerbestände haben die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen insgesamt unter Druck gesetzt. Zum Start der neuen Handelswoche stabilisierten sich die Ölpreise jedoch. So legte die Nordsee-Ölsorte BRENT seit Freitagmorgen um 0,7 $/b zu und stand somit am Dienstagmorgen bei 48,5 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI kletterte ebenfalls um 0,7 $/b und wurde am Morgen bei 46,3 Dollar/Barrel gehandelt.

In der vergangenen Woche hat Saudi-Arabien, das größte Förderland des Ölkartells, für Spannungen innerhalb der OPEC gesorgt, indem das saudische Königreich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain, Ägypten und Jemen dazu veranlasst hatte, alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abzubrechen. Katar soll nicht energisch genug gegen Geldgeber der Terrororganisationen IS vorgegangen sein.

Die entstandene Isolation stellt das kleine Land zwar vor ernste Schwierigkeiten, für den Weltölmarkt stellt der Golfstaat jedoch kein Schwergewicht dar, weshalb sich die Auswirkungen auf die Ölpreise in Grenzen halten. Stärker ins Gewicht fiel, dass bekannt wurde, dass die gesamte Ölförderung der OPEC, trotz Förderkürzung zuletzt gestiegen ist. Dafür verantwortlich sind mit Libyen und Nigeria zwei OPEC-Mitglieder, die sich nicht an der Förderkürzung beteiligen mussten.

Für weiteren Preisdruck sorgten die Zahlen vom US-Ölmarkt. So waren die US-Öllager spürbar gestiegen, obwohl Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Darüber hinaus ist die Anzahl der aktiven Ölbohrlöcher zum 21. Mal in Folge gestiegen und liegt mit aktuell 741 Anlagen auf dem höchsten Stand seit April 2015. Außerdem soll laut Schätzungen der US-Energiebehörde die amerikanische Ölförderung im kommenden Jahr auf ein Rekordhoch von zehn  Millionen Barrel/Tag steigen.

Am Devisenmarkt konnte sich der €uro gegen die Ölwährung Dollar 1,12 Dollar/€uro recht stabil in der Nähe eines Halbjahreshochs halten. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise für die kommenden Tage weiterhin verbraucherfreundlich aus. Besonders weil die Spritpreise in den vergangenen Tagen nicht so deutlich gesunken sind, wie es die Vorgaben vom Rohölmarkt hergegeben hätten, sollten Autofahrer im Wochenverlauf über fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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