Benzinpreise am Wochenende gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen entwickelten sich am Wochenende unterschiedlich. Während die Preise für Diesel nahezu unverändert blieben, gaben die Benzinpreise um knapp 0,4 Cent/Liter nach. Dennoch liegen die Benzinpreise im Durchschnitt aktuell knapp 30 ct/l über den Dieselpreisen. Zudem bleibt der Unterschied zwischen den teuersten und den günstigsten Tankstellen mit bis zu 35 Cent/Liter weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Wer also beim Tanken sparen möchte, für den lohnt sich ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche um die günstigste Tankstelle in der Umgebung zu finden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,165 €uro je Liter
- Super: 1,463 €uro je Liter
- E10: 1,444 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,329 €/l zu 1,649 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,309 €/l zu 1,629 €/l (+ 32 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Auf den heutigen Montag gab die europäische Leitsorte BRENT um weitere 1,4 Dollar je Barrel und stand am Morgen bei 48,4 $/b. Insgesamt hält der seit Juni laufende Abwärtstrend der Rohölpreise weiter an. Zwar konnten sich die Ölnotierungen am Freitagvormittag noch leicht erholen, im weiteren Handelsverlauf schlugen die Rohölpreise dann jedoch wieder die Abwärtsbewegung ein, welche sich auch am Montagmorgen fortsetzte. Die Ölpreise stehen weiterhin unter Druck, da sich an der massiven Überversorgung am Weltölmarkt nichts geändert hat. Zudem haben sich auch viele Spekulanten aus dem Ölmarkt zurückgezogen und investieren zurzeit in Anlageoptionen mit besseren Gewinnaussichten.

Verantwortlich für die Talfahrt der Rohölpreise bleibt der Verdrängungskampf zwischen der OPEC und der US-Schieferölförderung. Der Schieferöl-Boom hatte im Vorjahr fast dazu geführt, dass die USA wieder zum Selbstversorger geworden wären und auch wieder Rohöl exportieren wollten. Dies widersprach jedoch den Zielen von OPEC-Leader Saudi-Arabien, der daraufhin begann den Weltmarkt mit Öl zu fluteten, was die Ölpreise auf Talfahrt schickte und letztlich die US-Schieferölförderung vom Markt zu verdrängen sollte. Allerdings zeigt sich das vermeintlich teure Fracking bisher unbeeindruckt von den niedrigen Ölpreisen. Daher hat die weltweite Überproduktion die Ölnotierungen in den letzten Tagen wieder unter die Marke von 50 $/b gedrückt, und es kann durchaus sein, dass dies noch nicht das Ende des Ölpreisverfalls ist.

Vom Devisenmarkt kamen zuletzt kaum impulsgebende Nachrichten. Hier hält sich der €uro-Dollar-Wechselkurs weiterhin bei niedrigen knapp 1,10 €/$. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise in den nächsten Tagen verbraucherfreundlich aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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