Benzinpreise am Wochenende geklettert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen haben am Wochenende im Durchschnitt die Marke von 1,50 €uro durchbrochen. Gleichzeitig erfuhren die Dieselpreise nur einen vergleichsweise geringen Aufschlag. Dies sorgte dafür, dass der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel aktuell bei über 25,5 Cent/Liter liegt, dem größten Preisunterschied seit vielen Jahren.

Nutzer von Dieselfahrzeugen profitieren somit weiterhin von dem erheblichen Preisverfall der Ölnotierungen im vergangenen Jahr. Fahrer von benzinbetriebenen Autos merken hingegegen kaum noch etwas von der zweiten Welle des Preisverfalls im November des vergangenen Jahres. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten deutschen Tankstellen ist mit 29 Cent/Liter bei den Diesel- und den Benzinpreisen gleich stark ausgeprägt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,246 €uro je Liter
- Super: 1,502 €uro je Liter
- E10: 1,483 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,419 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,669 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,649 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Handelsschluss der vergangenen Woche drehte die Preisrichtung am Ölmarkt wieder nach unten und die europäische Leitsorte BRENT gab um knapp einen Dollar je Barrel nach. Die weiterhin bestehende Überversorgung am Weltölmarkt sorgte dafür, dass die Preisanstiege der vergangenen Woche wieder nach unten korrigiert wurden. Ein Grund hierfür war, dass Saudi-Arabien verkündete seine Ölförderung problemlos ausweiten zu können, wenn dies erforderlich sei. Auch die OPEC-Mitglieder Iran und Irak planen eine Ausweitung ihrer Ölexporte, wenn dies die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm bzw. der Konflikt mit den Terrormilizen des IS ermöglichen.

Zudem zeigt sich die Ölproduktion in den USA auch bei dem derzeitigen Preislevel robust. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Überversorgung am Weltölmarkt noch einige Zeit anhalten wird. Dennoch erwarten die meisten Analysten im Jahresverlauf eher anziehende Ölpreise. Am Devisenmarkt drückt die griechische Schuldenkrise die Stimmung. Bisher halten sich Spekulanten noch zurück, da noch nicht absehbar ist ob es doch noch eine Lösung zwischen Athen und den Geldgebern geben wird und auch weil die Folgen eines Ausstiegs nicht kalkulierbar sind. Am kommenden Donnerstag treffen sich die EU-Finanzminister.

Sollte dann eine Richtung erkennbar werden, wird sich dies wohl deutlich auf den Devisenmarkt und somit auch auf den Öl- und Kraftstoffmarkt auswirken. In Summe fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt heute aber noch positiv aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf auf tendenziell sinkende Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen einstellen können.

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