Benzin- und Dieselpreise sinken deutlich

Benzinpreise - Entwicklung

Die Corona-Krise und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen haben in den letzten Monaten dazu geführt, dass sich das Tank-Verhalten der Autofahrer zwischenzeitlich deutlich verändert hat und Absatzmengen zwischen März und Mai spürbar zurückgegangen sind. In Folge immer weiterer Lockerungen der Corona-Restriktionen sind die Mengen zuletzt wieder deutlich angestiegen und in den ersten Regionen auf das Niveau von vor dem Ausbruch der Pandemie bzw. sogar auf Vorjahresniveau gestiegen.

Neben der Einflussnahme einer höheren Nachfrage aufgrund des zuletzt wieder zunehmenden Pendler- und Reiseverkehrs auf die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise, führte auch die Koppelung an die internationalen Rohölpreise in den letzten Wochen zu einer Aufwärtsbewegung bei den Spritpreisen. Mit dem Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass die Preise im Mai und Juni nach oben tendierten, bevor es Anfang Juli zu einem Übergang in einen Seitwärtstrend kam, der bis heute ununterbrochen anhält.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen bei den Preisen aller drei Spritsorten bleibt jedoch abzuwarten, ob und wie lange der aktuelle Seitwärtstrend anhält. Seit Anfang der Woche ist der Preis der Benzin- und Dieselpreise mit mehr als 1,2 Cent/Liter unerwartet kräftig gesunken. Da die Entwicklung seit Anfang Mai vor allem von Preissteigerungen geprägt war, ist nicht die Tatsache der Preisrückgänge an sich auffällig, sondern vielmehr die Höhe, denn für Preisrückgänge in vergleichbarer Höhe musste unsere Redaktion in den Statistiken bis Ende April zurückgehen.

Während die Preisbewegungen der Benzin- und Dieselpreise in den letzten zwei Wochen wieder nahezu parallel verliefen, war in den Wochen zuvor eine unterschiedlich deutliche Ausprägung ersichtlich. Deutlich wird die beschriebene Entwicklung auch an der weit verbreiteten Begrifflichkeit der Benzin-Diesel-Schere. Der Preisunterschied zwischen den beiden Spritsorten Diesel und Super E10 hat sich zwischen Mai und Juni fast verdoppelt. Nachdem im Mai der Abstand noch bei rund neun Cent Liter lag, vergrößerte sich die Differenz im Juni auf mehr als 15 Cent.

Unabhängig davon ob Ihr Auto mit Diesel oder Benzin betankt werden muss, bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,076 €uro je Liter
- Super: 1,280 €uro je Liter
- E10: 1,243 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,979€/l zu 1,409€/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,159€/l zu 1,599€/l (+ 44 ct/l)
- E10: 1,129€/l zu 1,559 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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