Benzin- und Dieselpreise mit differenzierter Entwicklungen | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 07.09.2020

um 10:24 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die Spritpreise in den letzten Monaten entscheidend von der Corona-Krise beeinflusst wurden und nahezu ununterbrochen die Abhängigkeit zur Entwicklung der Rohölpreise ersichtlich war, lässt sich seit mehreren Wochen eine Veränderung des Kraftstoffmarktes feststellen. Während sich die Rohölpreise bis vor einer Woche in einer regelrechten Erholungstour befanden und zuletzt die höchsten Stände seit dem "Corona-Crash" erreichten, darf die Entwicklung der heimischen Spritpreise hingegen als äußerst verbraucherfreundlich bezeichnet werden.

Denn mit Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass sich zuletzt alle Autofahrer über die jüngste Entwicklung der Spritsorten freuen konnten. Die Freude über die Entwicklung fällt jedoch je nach benötigter Spritsorte unterschiedlich stark aus, da auf der einen Seite die Preise der beiden Benzinsorten an der Seitwärtsbewegung der letzten zehn Wochen mit nur geringen Preisschwankungen von maximal zwei Cent/Liter weiterhin festhalten, wohingegen der Dieselpreises tendenziell weiter nachgibt.

Während die zwischenzeitliche Abwärtsbewegung der Benzinpreise durch einen Preisanstieg innerhalb der letzten beiden Tage fast vollständig ausgeglichen wurde, verharrt der Dieselpreis seit Ende letzter Woche auf einem nahezu konstant niedrigen Niveau. Dennoch befinden sich die beiden Benzinpreise mit 1,245 €uro/Liter (Super E10) und 1,283 €uro/Liter (E5) in unmittelbarer Nähe des Monatstiefs. Der gemittelte Dieselpreis hingegen befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten.

Auch wenn der Aufwärtstrend der Rohölpreise vorerst beendet wurde und auch die jüngste Entwicklung des Devisenmarktes sowohl für weiter sinkende Öl-, als auch Benzin- und Dieselpreise spricht, könnte die Abwärtstendenz an den heimischen Zapfsäulen zeitnah ein Ende finden. Durch die Umlage der im Klima-Paket verankerten CO2-Umlage wird zukünftig jede Tonne Kohlendioxid (CO2) aus Automotoren 25 Euro kosten. Ab Januar wird das Tanken somit unabhängig von der Spriitsorte um rund sieben Cent je Liter mehr kosten.

Unabhängig von der benötigten Spritsorte, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,059 €uro je Liter
- Super: 1,283 €uro je Liter
- E10: 1,245 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,409 €/l (+ 44 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,599 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,139 €/l zu 1,559 €/l (+ 42 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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