Benzin- und Dieselpreise mit deutlichem Plus | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 10.08.2020

um 11:28 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Speziell in der ersten Jahreshälfte muss von einer außerordentlichen Situation am internationalen Rohöl- markt gesprochen werden. Die Kombination aus einer rasanten Verbreitung des Corona-Virus‘ und einem zwischenzeitlichen Preiskrieg innerhalb des Opec+ Verbundes, hat in den zurückliegenden Monaten zu einem zuvor noch nie dagewesenen Verfall der Rohöl- preise geführt. Die nahezu ungebremsten Preisrück- gänge konnten erst durch den Einsatz von massiven geldpolitischen Maßnahmen gestoppt werden.

Nach mehreren Preisrutschen innerhalb von acht Wochen, führten erst die zuvor erwähnten Maßnahmen Anfang Mai zu einer Stabilisierung des Marktes und es zeichnete sich eine Gegenbewegung mit steigenden Rohölpreisen ab. Die Koppelung der heimischen Diesel- und Benzinpreise an den internationalen Ölmarkt war in den letzten Wochen und Monaten fast immer ersichtlich. Die Spritpreise folgten sowohl dem Abwärts-, als auch dem Aufwärtstrend, zumindest bis Ende Juni.

Denn während die Rohölpreise auch im Juni und Juli ihre Erholungstour fortsetzten und Mitte letzter Woche sogar die höchsten Stände seit März erreichten, befinden sich die Benzin- und Dieselpreise seit Anfang Juli in einer Seitwärtsbewegung mit nur noch übersichtlichen Preisschwankungen. Trotz Seit- wärtstrend bei den Spritpreisen, kletterten die Preise aller drei Kraftstoffsorten vor zwei Wochen bis auf den höchsten Stand des Monats Juli.

Kurz nach dem Erreichen der Höchststände am 27. Juli erfolgte jedoch bereits der Übergang in eine Abwärts- bewegung, die sowohl den gemittelten Dieselpreis von 1,079 Cent/Liter, als auch die Preise beider Benzinsorten (Super E10 1,236 und E5 1,274 Cent/Liter) kurz vor dem Wochenende auf die tiefsten Stände seit Mitte Juni hat fallen lassen. Doch auch die Haltbarkeit dieser Tiefststände war nur von kurzer Haltbarkeit.

Am Wochenende erfolgte ein erneuter Richtungs- wechsel, sodass die Aufwärtsbewegung der letzten beiden Tage einen Großteil der vorherigen Preisrück- gänge ausgleichen konnte. Auffällig ist am jüngsten Preisanstieg, dass alle drei Spritsorten mit einem Plus von 0,6 Cent im „Gleichschritt“ aufwärts marschieren. So stieg der Dieselpreis seit unseren letzten News um auf 1,084 Cent/Liter und die beiden Benzinsorten auf 1,242 Cent/Liter (E10) bzw. 1,280 Cent/Liter (E5).

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich. (bs)

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,084 €uro je Liter
- Super: 1,280 €uro je Liter
- E10: 1,242 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,409 €/l (+ 44 ct/l)
- Super: 1,169 €/l zu 1,589€/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,129 €/l zu 1,549 €/l (+ 42 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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