Benzin- und Dieselpreise im Seitwärtstrend

Benzinpreise - Entwicklung

Die Corona-Pandemie hat in der ersten Jahreshälfte dafür gesorgt, dass die Rohölpreise über mehrere Wochen einem nahezu ununterbrochenen Preisrück- gang ausgesetzt waren. Der „Höhepunkt“ des regelrechten Verfalls fanden die Rohölpreise Ende April, bevor geldpolitische Maßnahmen griffen und der Abwärtstrend gestoppt wurde. Neben dem Ölpreis waren von den Preisrückgängen auch die heimischen Benzin- und Dieselpreise betroffen, die zwischenzeitlich auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2016 sanken.

Während die Maßnahmen zur Stabilisierung des Ölmarktes zu einer kräftigen Erholungstour der Rohölpreise führten und die Preise zu Beginn der aktuellen Woche sogar auf die höchsten Stände seit Anfang März stiegen, sind vergleichbare Preissteigerungen bei den Benzin- und Dieselpreisen nicht zu erkennen. Durch die Koppelung an den internationalen Ölmarkt konnten sich die Preise aller drei Kraftstoffsorten ebenfalls deutlich erholen, jedoch sind die Steigerungsraten nicht mit denen der Rohölpreise zu vergleichen.

Mit dem Blick auf die jüngste Entwicklung der Spritpreise wird deutlich, dass der konstante Aufwärtstrend der Benzin- und Dieselpreise bereits zu Monatsbeginn gestoppt wurde. Während der gemittelte Dieselpreis zwischen Anfang Mai und Ende Juni um deutliche 7,3 Cent/Liter anstieg, waren die Preissteigerungen mit jeweils mehr als 14 Cent/Liter bei den beiden Benzinsorten Super E5 und Super E10 noch kräftiger. Seit Anfang des aktuellen Monats haben jedoch die Preisschwankungen zugenommen und der Übergang in einen Seitwärtstrend ist ablesbar.

Aus Verbrauchersicht erfreulich kann an der jüngsten Entwicklung festgestellt werden, dass die Benzin- und Dieselpreise durch die aktuelle Seitwärtsbewegung weiterhin von den Höchstständen des aktuellen Jahres weit entfernt bleiben. Noch deutlicher wird das vergleichsweise günstige Niveau der Kraftstoffpreise anhand der aktuellen Preise. Mit 1,084 Cent/Liter beim gemittelten Dieselpreis und 1,247 (Super E10) bzw. 1,285 Cent/Liter (Super E5) befinden sich die Sprit- preise in unmittelbarer Nähe eines Vier-Wochen-Tiefs.

Unabhängig davon ob Ihr Auto mit Diesel oder Benzin betankt werden muss, bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,084 €uro je Liter
- Super: 1,285 €uro je Liter
- E10: 1,247 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,979€/l zu 1,409€/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,179€/l zu 1,589€/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,139€/l zu 1,549 €/l (+ 41 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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