Benzin im Wochenverlauf gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen sind in der zurückliegenden Woche leicht gestiegen. Insgesamt sind die Preise für Diesel um gut 0,5 Cent/Liter geklettert und die Benzinpreise legten um rund 0,3 Cent/Liter zu. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER wird seit knapp einem Monat immer kleiner. Während die Differenz Ende Januar noch bei 28 Cent/Liter lag, ist sie aktuell auf 23 Cent/Liter zurückgegangen. Besonders auffällig bleibt weiterhin, dass sich die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Spritpreisen weiter erhöht. So ist die Differenz zwischen den günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen auf aktuell 33 Cent/Liter geklettert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,994 €uro je Liter
- Super: 1,224 €uro je Liter
- E10: 1,206 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,889 €/l zu 1,219 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,119 €/l zu 1,449 €/l (+ 33 ct/l)
- E10: 1,099 €/l zu 1,429 €/l (+ 33 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Es bleibt dabei, die Rohölpreise schlagen keine eindeutige Richtung ein und zeigten sich in dieser Woche sehr schwankungsanfällig. Am Dienstag rauf, Mittwoch runter, Donnerstag wieder rauf und Freitag wieder runter. Am heutigen Freitagmorgen stand die europäische Rohölleitsorte BRENT bei 34,1 Dollar/Barrel und hat somit im Wochenverlauf im knapp 0,8 $/b zugelegt. Die US-Sorte WTI kletterte im Laufe der vergangenen Woche um 1,3 $/b und wurde somit am Morgen bei 30,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Grund für den jüngsten Ölpreiseanstieg ist nicht in einer neuen Nachrichtenlage zu finden sondern beruht ausschließlich auf einer besseren Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Im Wochenverlauf hatten die Börsen zu einer kräftigen Erholung angesetzt, was auch die Rohölpreise mit nach oben zog. Die Nachrichtenlage am Ölmarkt bleibt hingegen bärisch. Nachdem die Ölförderländer Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela verkündeten hatten keine Förderkürzung vorzunehmen sondern die Produktion lediglich auf dem sehr hohen Niveau von Januar belassen zu wollen, wurde an den Rohstoffbörsen auf Signale aus dem Irak und dem Iran gewartet.

Diese Signale kamen dann auch, drückten in der Folge dann jedoch wieder auf die Ölpreise. Zwar wird sich der Irak dem Beschluss wohl anschließen, der Iran stellte jedoch klar, dass er nicht Teil des Abkommens sei und sich das Land daher nicht in seiner nun wieder möglichen Ölexportsteigerung einschränken lassen will, die es sich in jahrelangen Verhandlungen hart erkämpft hat. Natürlich begrüßte Teherans Ölminister die Begrenzung der Ölförderung, mehr ist jedoch vorerst wohl nicht zu erwarten.

Zum Wochenschluss meldete das US-Energieministerium DOE dann noch einen erneuten Anstieg der amerikanischen Rohöllager um gut zwei Mio. Barrel. Und da auch die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um weitere 4,4 Mio. Barrel anwuchsen, kletterten die gesamten Öllagerbestände in den USA auf ein neues Rekordhoch. An der Entwicklung der US-Öllager in den vergangenen Jahren wird besonders deutlich wie erheblich die aktuelle Überversorgung des Rohölmarktes ist. So explodierten Öllagerbestände der USA in den letzten 15 Monaten regelrecht und kletterten von 705 auf 925 Mio. Barrel, was einem Anstieg von über 30 % gleichkommt. In den zehn Jahren davor waren die US-Öllager in Summe lediglich um 12% bzw. knapp 80 Mio. Barrel gestiegen.

Am Devisenmarkt hat sich der €uro-Dollar-Wechselkurs bei rund 1,11 $/€ stabilisiert. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Preisentwicklung zum Wochenende wieder schlechter aus, so dass sich Autofahrer in den kommenden Tagen wohl auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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